Blackbox für KFZ Schäden

Der Bundestag hat sich positiv zu einer serienmäßigen Einführung digitaler Unfalldatenspeicher in Pkw geäußert, berichten
jedenfalls die Saarbrücker Zeitung und der Trierische Volksfreund unter Berufung auf eine Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses des Berliner Parlaments. Auch in Brüssel gibt es demnach Sympathien für die in Anlehnung an Systeme aus der Luftfahrt auch „Event Data Recorder“ (EDR) oder „Black Box“ genannten Datenspeicher.


Wer hat Interesse an den Daten?

 

Weitere Informationen: http://heise.de/-1676544

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Neue Elektronik soll Streit über Autoschäden vermeiden

Um im Schadensfall Streitigkeiten bei der Autovermietung zu vermeiden, entwickeln Techniker nun eine System, das helfen soll, Beschädigungen verlässlich festzustellen.

Der Mobilitätsbedarf in der Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen. Davon haben auch Autoverleiher und Carsharing-Unternehmen profitiert. Mit den wachsenden Ausleihzahlen und Carsharing-Teilnehmern treten aber auch mehr Schäden an den Fahrzeugen auf.

Vor allem kleine Schäden führen zu Streitigkeiten zwischen Kunden und Unternehmen die Autos zur Verfügung stellen. Dies behindert auch die Entwicklung künftiger Mobilitätskonzepte. Nun sollen neuartige elektronische Systeme helfen, solche Schäden automatisch zu erkennen.


Streitigkeiten über Schäden hemmen auch neue Mobilitätskonzepte wie das Car-Sharing. (Foto: Cambio)

In einem Forschungsprojekt der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen der Automobilindustrie soll nun ein elektronisches Schadenidentifikationssystem für Kraftfahrzeuge entwickelt werden. Das System soll Körperschallsignale auswerten und so Schäden erkennen können. Es wird bereits in einem Flottenversuches bei einem deutschlandweit tätigen Carsharing-Unternehmen erprobt.

Das elektronische System ermöglicht es, mit Hilfe eines Sensornetzwerkes, Bagatellschäden wie Dellen an Kraftfahrzeugen zu erkennen, zu klassifizieren und räumlich zuzuordnen. „Diese neuartigen intelligenten Sensorknoten ‚hören‘ permanent mit; sie bieten darüber hinaus weitere zukunftsweisende Nutzungsmöglichkeiten, um beispielsweise den Passanten- oder Insassenschutz des Fahrzeugs zu verbessern“, erklärt Manfred Meise, Geschäftsführer der Hella Fahrzeugkomponenten GmbH. Die erfassten Daten werden automatisch über einen Bordcomputer an das Fahrzeugmanagementsystem des Carsharing-Unternehmens übermittelt, um somit eine vereinfachte und schnelle Schadensabwicklung zu erreichen.

„Damit können unsere Unternehmensprozesse optimiert und die Kundenzufriedenheit nachhaltig verbessert werden.“, erklärt Joachim Schwarz, Geschäftsführer der cambio Mobilitätsservice Gesellschaft
Das elektronische System soll modular aufgebaut und somit vielseitig auch für andere Anwendungen nutzbar sein. Mögliche Produktvarianten können so bei einer späteren Markteinführung leicht Eingang in die Produktion von Fahrzeugen finden oder deren unkomplizierte Nachrüstung ermöglichen. Es ist aber auch denkbar, eine Systemvariante zu realisieren, die zur Überwachung im Logistikbereich eingesetzt werden könnte. Sie kann dann zum Beispiel Schäden beim Transport teurer Waren, wie sensibler Maschinen oder Hochvoltbatterien, sofort melden und dokumentieren. „Dies bietet insbesondere für uns als mittelständisches Unternehmen Chancen, neue Produkte für kleine Flotten oder spezielle Transportlösungen anzubieten“, sagt Jochen Retter, Entwicklungsleiter der Berger Elektronik GmbH aus Sindelfingen

 

Weitere Informationen:

Forschungsgruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ der Universität Bremen hat mit bundesweiten Partnern dreijähriges Forschungsprojekt gestartet / Förderung des Bundesforschungsministeriums beträgt über eine Million Euro

Der Mobilitätsbedarf in der Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen. Davon haben auch Autoverleiher und Carsharing-Unternehmen profitiert. Mit den wachsenden Ausleihzahlen und Carsharing-Teilnehmern treten aber auch mehr Schäden an den Fahrzeugen auf. „Vor allem Bagatellschäden führen immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Kunden und Carsharing-Unternehmen oder Autoverleihern – ein Ärgernis, das eine Wachstumsbremse für künftige Mobilitätskonzepte darstellt. Hier können neuartige elektronische Systeme helfen, solche Schäden automatisch zu erkennen“, erläutert Professor Karl-Ludwig Krieger, Leiter der Forschungsgruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ der Universität Bremen.

http://www.technologiepark-bremen.de/de/techpark-news-detail?sv%5Bid%5D=266410

Autovermietung: Inkassotätigkeit bei Verkehrsunfall Unfallschaden nach RDG* zulässig

Darf ein Autovermieter für einen Kunden die Einziehung der Schadensersatzforderung für einen Ersatzwagen übernehmen? Handelt es sich um eine zulässige Nebenleistung zum Berufs-und Tätigkeitsbild des Autovermieters oder um eine unzulässig erbrachte Rechtsdienstleistung und damit einen Verstoß gegen das RDG? Das – so der BGH – kommt drauf an.

BGH-Richter sahen wegen der klaren Rechtslage im obigen Fall eine Nebenleistung als gegeben an. Etwas anderes gelte, wenn die Haftung dem Grunde nach bzw. die Haftungsquote streitig sei oder wenn Schäden geltend gemacht werden, die in keinem Zusammenhang mit der Haupttätigkeit stünden, wie z.B. Schmerzensgeldansprüche

*Gesetz über außergerichtliche Rechtsdienstleistungen (Rechtsdienstleistungsgesetz – RDG)

Weitere Informationen: http://www.haufe.de/recht/newsDetails?newsID=1328198988.53&chorid=00560203

Schwacke Preislisten bestätigt

Schwacke findet hochrichterliche Unterstützung Gericht: Alternative Internetangebote „zu wenig konkret“ – Marktnachrichten


Das Oberlandesgericht Köln hat den Schwacke-Automietpreisspiegel einmal mehr als geeignete Schätzgrundlage für die Berechnung zustehender Mietwagenkosten bestätigt.

Weitere Informationen http://www.kfz-betrieb.vogel.de/recht/articles/346269/

Im Zweifel zahlt der Mieter

Weist ein Mietfahrzeug unmittelbar nach der Rückgabe Beschädigungen auf, die bei der Übergabe nicht vorhanden waren, ist es Sache des Autofahrers zu beweisen, dass nicht er dafür verantwortlich ist. Kann er diesen Beweis nicht erbringen, gilt der Schaden als „durch den Mietgebrauch“ entstanden und ist entsprechend der vertraglichen Haftungsvereinbarung dem Autovermieter zu erstatten. Darauf hat das Amtsgericht Köln bestanden (Az. 120 C 676/09).

Wie die Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, ging es in der gerichtlichen Auseinandersetzung um einen Fiat Ducato. Die Autofahrerin hatte sich den Wagen bei einer Fahrzeugvermietung für drei Stunden ausgeliehen. Bei der Rückgabe wurde eine erhebliche Delle an der vorderen Stoßstange festgestellt. Nun ging es um die Reparaturkosten von knapp 800 Euro.

Keine Unfallspuren, aber ein Schaden auf dem Abstellplatz

Die Mieterin behauptet, während der Nutzung des Fahrzeugs in keinerlei Unfall verwickelt gewesen zu sein, was die sie begleitenden Umzugshelferinnen bezeugen könnten. Die Beschädigung sei also mit großer Wahrscheinlichkeit erst auf dem Abstellparkplatz durch Fremde oder Mitarbeiter der Vermietung entstanden, die das Fahrzeug umgesetzt hätten. Damit scheide aber eine Haftung durch die Autofahrerin aus, weil sich bei dem Schaden kein vorgeschriebenes „im Gebrauch der Mietsache liegendes Risiko“ verwirklicht habe.

Das Gericht sah dies anders: „Die Autofahrerin hatte laut eigener Aussage der Mitarbeiterin die Fahrzeugschlüssel persönlich übergeben und für die Abnahme des Wagens gab es keinerlei Veranlassung, das Auto an eine andere Stelle zu bewegen“, erklärt Rechtsanwältin Jetta Kasper den Kölner Urteilsspruch.

Sachliche Anhaltspunkte für einen Unfall auf dem Parkplatz wie beispielsweise Scherben oder Farbkratzer lagen nicht vor. Damit bleibt ungeklärt, ob das Fahrzeug durch den Mietgebrauch oder durch andere, außerhalb des Obhutsbereichs der Fahrzeugmieterin liegende Umstände verursacht wurde – und der Schaden geht zu ihren Lasten. Zumal im Mietvertrag eine Selbstbeteiligung von bis zu 20.000 Euro vereinbart worden war. (red)

Amtsgericht Köln, Urteil vom 24.5.2011, Aktenzeichen 120 C 676/09

Unklare Haftungsregelung in Carsharing-Vertrag

Der Bundesgerichtshof erklärte die nachfolgende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eines Carsharing-Vertrages für unwirksam:“ Wird ein Fahrzeug während der Nutzungszeit des Teilnehmers beschädigt oder verursacht der Teilnehmer einen Schaden, haftet er hierfür im Rahmen der Selbstbeteiligung, deren Höhe der Tarifordnung zu entnehmen ist“.

AGB-Klauseln müssen für den Verbraucher klar und verständlich sein. Dies war hier aus mehreren Gründen nicht der Fall. Zum einen war nicht klar, ob damit Schäden am eigenen oder an einem fremden Fahrzeug gemeint waren. Zum anderen war auch nicht eindeutig, ob sich die Selbstbeteiligung auf die Haftpflichtversicherung oder – wie an sich üblich – auf die Vollkaskoversicherung des Fahrzeugs oder gar auf beide Versicherungen bezog. Im Ergebnis konnte das Carsharing-Unternehmen aus dieser unklaren Vertragsklausel gegenüber dem Kunden keine Ansprüche herleiten.

Urteil des BGH vom 23.02.2011
XII ZR 101/09
MDR 2011, 480
WM 2011, 1190

 

Aus http://www.unternehmer.de/122757-unklare-haftungsregelung-in-carsharing-vertrag

Autobild – Nutzungsausfall nach Crash

Nach einem Crash muss Ihr Auto in die Werkstatt. Und nun? Sie nehmen sich einen Mietwagen als Ersatz – oder kassieren Bares, je nach Fahrzeug zwischen 23 und 175 Euro.

Weitere Informationen : Autobild.de

Haftungsfragen bei Mietwagen

sueddeutsche.de meldet:
Kleine Kratzer im Lack und verlorene Schlüssel: Wer seinen Leihwagen nach dem Urlaub zurückgibt, den erwartet oft eine böse Überraschung. Wie können die Automieter verhindern, dass es zu teuer wird…

http://www.sueddeutsche.de/geld/haftungsfrage-bei-mietwagen-worauf-die-kunden-achten-muessen-1.1110805

ntv – Ratgeber Autovermietung

Autovermieter muss Vorschäden dokumentieren

Weist ein Mietwagen bereits zahlreiche Vorschäden auf, muss der Autovermieter diese ausführlich dokumentieren, bevor er das Auto einem weiteren Kunden zur Verfügung stellt.

Unterlässt das Car Rental-Unternehmen das und kann später deswegen nicht zweifelsfrei beweisen, dass weitere Schäden tatsächlich erst in dem Zeitraum entstanden sind, in dem der neue Kunde das betreffende Fahrzeug gemietet hatte, bleibt das Autounternehmen auf den Reparaturkosten voll sitzen und muss selbst auf die mit dem Fahrer vereinbarte Selbstbeteiligung verzichten. Das hat das Amtsgericht Hamburg-Blankenese entschieden.

In der gerichtlichen Auseinandersetzung ging es um die Reparaturkosten für das beschädigte Heck eines gemieteten Fahrzeugs in Höhe von 1.327,12 Euro, für die der Autovermieter die im Kfz-Mietvertrag vereinbarte Selbstbeteiligung in Höhe von 750 Euro zurückverlangte. Der Heckschaden sei bei der Übergabe des Fahrzeugs an den betroffenen Kunden noch nicht vorhanden gewesen, lautete der Vorwurf. Was der Entleiher allerdings bestritt. Überhaupt habe das Fahrzeug schon eine ganze Reihe von Vorschäden gehabt, wobei ihm als Kunden weder eine Kopie des Mietvertrags noch eine entsprechende Dokumentation übergeben worden sei.


Die der Gerichtsakte beiliegende, ausgedruckte Liste mit sechs solcher Altschäden, unter denen die umstrittene Delle am Heck fehlt, habe er zum ersten Mal hier vor Gericht zu Gesicht bekommen. Dieses Dokument sei für ihn damit ohne Beweiswert. Eine Einschätzung, der sich das Gericht anschloss.

„Die Profis der Autovermietung hätten bei der Übergabe des Fahrzeugs an den Kunden vorsorglich Digitalfotos von allen vier Seiten machen müssen, um den späteren Beweis eines zu diesem Zeitpunkt noch fehlenden Vorschadens zu erleichtern“, erklärt Rechtsanwältin Alexandra Wimmer von der Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) das Urteil. Da das Fahrzeug bei der Neuvermietung immerhin noch ein halbes Dutzend unbestrittener Altschäden aufwies, käme hier ein sogenannter Anscheinsbeweis als Beleg für ein ansonsten bei der neuerlichen Anmietung schadensfreies Fahrzeug nicht infrage Amtsgericht Hamburg-Blankenese, Az.: 531 C 113/10