Infineon und XAIN arbeiten zusammen, um die Blockchain in das Auto zu bringen.

30. Oktober 2018

Die Infineon Technologies AG und XAIN (früherer Post) haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um die Blockchain-Technologie in das Auto zu bringen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, mögliche Anwendungen zu testen und geeignete Anwendungen zur Marktreife zu entwickeln. Ein erster Demonstrator zeigt, wie mit einer Smartphone-App dezentral Zugriffsrechte, z.B. für Carsharing, vergeben werden können.

Cybersicherheit ist entscheidend für die datengesteuerte Mobilität der Zukunft. Die Blockchain-Technologie hat in dieser Hinsicht ein enormes Potenzial, aber ihr Einsatz erfordert ein hohes Maß an Koordination zwischen der gewählten Blockchain-Methodik und der im Fahrzeug selbst installierten Sicherheitshardware. Wir werden gemeinsam mit XAIN daran arbeiten, diesen Konfigurationsgrad zu erreichen.

Peter Schiefer, Leiter der Automotive Division von Infineon.

 

Eine Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die schnelle Transaktionen und eine besonders sichere, manipulationssichere Speicherung ermöglicht. Im Zusammenhang mit Autos sind automatisierte Zahlungen, schlüsselloser Zugang für Carsharing-Systeme, On-Demand-Dienste, Tuning-Schutz und automatisierte Fahrfunktionen denkbar. Im Wesentlichen geht es um die Gewährung von Zugangsrechten zum Fahrzeug selbst oder zu bestimmten Daten im Fahrzeug. Ein Beispiel für spezifische Daten ist, wenn Versicherungsgesellschaften niedrige Tarife für Autobesitzer mit guten Fahrgewohnheiten anbieten.

Alle AURIX-Mikrocontroller der zweiten Generation von Infineon können bereits heute die Blockchain-Funktionalität in Autos unterstützen. Diese Unterstützung basiert auf einem Embedded Hardware Security Module (HSM), das dem höchsten Level des EVITA-Sicherheitsstandards entspricht.

Ein HSM besteht aus speziellen Rechen- und Speichereinheiten innerhalb des Mikrocontrollers. Es führt die kryptographischen Operationen durch und ist durch eine eigene Firewall geschützt. Die AURIX-Mikrocontroller der zweiten Generation verfügen somit über einen gesicherten Speicher für den digitalen Schlüssel zur Identifizierung in der Blockchain und sind in der Lage, Blockchain-Operationen wie Hashing oder digitale Signatur schnell und sicher durchzuführen. Zertifizierte Sicherheitscontroller wie der OPTIGA TPM 2.0 von Infineon für Automotive-Anwendungen ermöglichen es, noch höhere Sicherheitsstufen zu erreichen.

Die Erstellung neuer Datenblöcke stellt jedoch immer noch eine Herausforderung für die konventionellen Mikrocontroller im Automobil dar. Aufgrund der enormen Menge an benötigter Rechenleistung wurde das Mining, wie es bisher im Rahmen von Kryptowährungen eingesetzt wurde, von Hochleistungs-Prozessoren durchgeführt. XAIN arbeitet jedoch an einem neuen Prozess, der auch an Geräten durchgeführt werden kann, die einen sparsamen Umgang mit Energie benötigen, wie beispielsweise Mikrocontroller im Auto.

Unser Ziel ist es, aus Autos vollwertige Netzwerkteilnehmer zu machen. Dies ist nicht nur wichtig für die Offline- und Echtzeitfähigkeit, sondern ermöglicht auch ein besonders hohes Maß an Datenschutz in Verbindung mit KI-Technologien. Es stellt sicher, dass private Daten für das maschinelle Lernen ausschließlich im lokalen Speicher abgelegt werden. Ziel unserer Zusammenarbeit mit Infineon ist es, den Einsatz der XAIN-KI-Technologie im Automobil voranzutreiben.

Leif-Nissen Lundbæk, Gründer und CEO der XAIN AG

 

Im Februar kündigte Porsche seine Zusammenarbeit mit XAIN an, um Blockchain-Anwendungen direkt in Fahrzeugen zu testen. Damit ist Porsche der erste Automobilhersteller, der Blockchain in einem Auto implementiert und erfolgreich getestet hat.

Auf dem Infineon Automotive Cybersecurity Forum präsentierten Infineon und XAIN ihren ersten Demonstrator. Es zeigt, wie Zugriffsrechte dezentral, schnell und sicher über eine Smartphone-Applikation vergeben werden können. Eine Anwendung dafür wäre ein Carsharing-System ohne Plattform oder Backoffice, in dem alle Teilnehmer ihre Autos spontan mit anderen teilen können.

XAIN begann 2014 als Forschungsprojekt der University of Oxford. Ziel dieses Projekts war es, ein Protokoll zu entwickeln, das es Menschen und Maschinen ermöglicht, mit verteilten, energieeffizienten und datenschutzrelevanten intelligenten Systemen zusammenzuarbeiten. In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von OEMs und Global Playern – wie Porsche, Daimler und SAP-XAIN – ist es das Ziel, seine Vision mit einer Reihe von KI-Produkten umzusetzen.

Anwendungen sind die automatische Vergabe von Zugriffsrechten an Maschinen (einschließlich Produktionsmaschinen und -fahrzeugen) und die Automatisierung interner Prozesse mittels eines Software Development Kits anstelle einer Cloud-Plattform, um den bestmöglichen Datenschutz zu ermöglichen. Darüber hinaus hat XAIN eine Programmiersprache namens FROST für die Entwicklung von verteilten und sicheren Zugriffsrechten entwickelt, die als Smart Policies bekannt ist. Diese Richtlinien können auch direkt in Hardware eingebettet werden, z.B. in AURIX-Mikrocontroller.

Veröffentlicht am 30. Oktober 2018 in Blockchain, Vernetzte Fahrzeuge | Permalink | Kommentare (0)

 

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Ford Konnektivitäts-Lösungen für Flottenbetreiber


Foto: Ford

Ford kündigt auf der IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover die Einführung von zwei neuen Konnektivitäts-Angeboten ab 2019 in Europa an.

Ford unterstützt seine Flottenkunden ab dem kommenden Frühjahr mit zwei neuen Konnektivitäts-Lösungen: „Ford Telematics“ und „Ford Data Services“. Ford Telematics biete den Zugriff auf Daten von eingebundenen Ford-Fahrzeugen und stelle sie über ein Internet-Portal nahezu in Echtzeit zur Verfügung. Dadurch sollen Flottenmanager zum Beispiel die Einsatzzeiten ihrer Fahrzeuge optimieren, unproduktive Stand- und Ausfallzeiten reduzieren sowie die Sicherheit der Fahrer verbessern können.

Größere Fuhrparks wollen mit eigenen oder zugekauften Flotten-Managementsystemen arbeiten. Diesem Wunsch will der Hersteller künftig mit den Ford Data Services nachkommen. Das System nutze das im Fahrzeug integrierte Modem und ermögliche so externen Fuhrpark-Programmen und Telematik-Dienstleistern über eine Cloud-Lösung den direkten Zugriff auf Fahrzeugdaten, die bislang ausschließlich Ford zur Verfügung standen.

Ford Telematics und Ford Data Services starten voraussichtlich im Frühjahr 2019, und zwar zuerst in Deutschland und Großbritannien, bevor weitere europäische Märkte folgen. Beide Angebote werden dann für alle aktuellen Pkw- und Nutzfahrzeug-Baureihen von Ford zur Verfügung stehen. Ältere Baureihen, die das für die beiden Dienstleistungen erforderliche Modem nicht an Bord haben, sollen den Zugriff über ein Zusatzgerät erhalten, das Ford als Plug-in-Lösung für Fahrzeuge ab Modelljahr 2012 neu entwickelt hat.

„Fuhrparkbetreiber stehen heute unter enormem Druck, da sie jederzeit einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb sicherstellen müssen“, so Dave Phatak, Direktor Ford Commercial Solutions Europa. „Darum haben wir eine ganze Reihe von Konnektivitäts-Lösungen entwickelt, damit sich unsere Flottenkunden auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können: das Geschäft so erfolgreich wie möglich zu betreiben.“

Ford Telematics und Ford Data Services sind die ersten beiden Produkte von Ford Commercial Solutions in Europa, einem Unternehmensbereich innerhalb von Ford Smart Mobility. Die beiden Angebote basieren auf dem neuen Konnektivitäts-Struktur des Konzerns, zu der außer der Konnektivitäts-Technologie der Fahrzeuge auch die Ford Transportation Mobility Cloud und Ford Mobilitäts-Lösungen gehören. Ziel sei es, die Kunden zum einen an der kontinuierlichen Produkt-Weiterentwicklung und zum anderen an verbessertem Daten-Know-how teilhaben zu lassen, zu dem bislang nur Ford als Hersteller der Fahrzeuge Zugriff hatte.

Ausgeschnitten aus: https://www.firmenauto.de/ford-telematics-und-ford-data-services-konnektivitaets-loesungen-fuer-flottenbetreiber-10422168.html

Connected Cars: Smartphone-Schlüssel ist standardisiert


Wer kennt das nicht? Vor lauter Hektik hat man mal wieder den Autoschlüssel im falschen Mantel gelassen und steht nun vor verschlossenen Türen. Auch die seit einiger Zeit erhältlichen Keyless-Schlüsselsysteme, bei dem der Schlüssel in der Tasche stecken bleiben und man trotzdem das Auto öffnen kann, helfen da nicht weiter.

Um diesem Problem Herr zu werden, haben sich verschiedene Hersteller Lösungen einfallen lassen. Bei BMW beispielsweise kann – aktuell – über die kostenlose BMW Connected-App ein Befehl zum Öffnen an die Microsoft Server geschickt werden. Nach einer automatischen Überprüfung wird versucht, den BMW über die im Fahrzeug verbaute SIM-Karte zu orten und den Befehl dorthin zu schicken. Erst dann öffnet sich das Auto. Diese Prozedur dauert leider, je nach Netzverbindung.

Eine andere Möglichkeit, ebenfalls via Smartphone sein vierrädriges Gefährt zu entriegeln, hat Daimler (und bald auch BMW, siehe hier). Dort funktioniert das Ganze mittels NFC-Sensor. Dabei muss das eigene Handy an den Türgriff gehalten werden, um den Mercedes zu öffnen. Porsche wiederum experimentiert damit, dass der Kunde das Auto via App öffnen kann, während im Hintergrund nicht eine Serverfarm von Porsche an der Authentifizierung arbeitet, sondern man auf die Blockchain-Technologie setzt (hier seht ihr, wie das funktioniert).

Um mit diesem „Chaos“ etwas aufzuräumen, hat nun das „Car Connectivity Consortium“ den Standard „Digital key release 1.0“ definiert und verabschiedet. Dabei ist festzuhalten, dass zukünftig für bestimmte Remote-Funktionen das Smartphone via NFC und Bluetooth mit dem Auto kommunizieren soll. Die möglichen Funktionen sind:

Fahrzeug ver-und entriegeln. Hierbei wird es einerseits die Möglichkeit geben, dass das Auto nur dann entriegelt werden kann, wenn das Smartphone an den am Auto befestigten NFC-Sensor gehalten wird. Andererseits kann das Fahrzeug den Nutzer samt Handy auch automatisch erkennen, diese Funktion wird auch passives Öffnen genannt. Denn schließlich muss der Fahrer dabei gar nichts mehr auf dem Smartphone eintippen.

Motor starten/stoppen. Diese Funktion kann – logischerweise – erst nachdem Öffnen des PKWs genutzt werden. Dabei muss das Smartphone an einer bestimmten Stelle im Innenraum abgelegt werden. Das kann beispielsweise ein Ablagefach sein, eventuell mit einer integrierten Lademöglichkeit.

Zwei-Wege-Authentifizierung. Hierbei kann festgelegt werden, dass bevor man mit dem Telefon das Auto beispielsweise aufsperrt, eine zusätzliche Authentifizierung des Nutzers verpflichtend erforderlich ist. Das kann ein PIN-Code sein oder aber auch biometrische Verfahren wie beispielsweise ein Fingerabdrucksensor oder Ähnliches. Hierbei könnte Microsoft mit Windows Hello einspringen, aber das ist – erstmal – nur so ein Gedanke…

Provisioning. Auf Wunsch des Nutzers kann auch ein anderes smartes Endgerät als „Ersatzschlüssel“ dienen. Dieses muss aber die technischen Voraussetzungen erfüllen.

Schlüssel-Management. Für Carsharing-Anbieter und ähnliche Lösungen gedacht, ist es mit dem „Digital key“ möglich, den individuellen Schlüssel einfach an den zukünftigen Mieter zu übergeben.

Teilen-Funktion. Nicht nur Carsharing-Unternehmen können den digitalen Autoschlüssel verleihen, auch Privatpersonen haben die Möglichkeit, ihren Schlüssel an von Ihnen vorab benannte Personen zu übertragen. Dabei hat der Kunde die Wahl, ob es ein temporäres, einmaliges Teilen sein soll oder ob es ein Fahrer ist, der weiter weg ist vom Fahrzeug. Denkbar ist hier, dass man den Schlüssel mit seinem Kind teilt, jedoch als Elternteil weiterhin über die App sehen kann, wo sich der Nachwuchs aufhält mit dem Familienauto.

Verkauf des Autos. In diesem Fall bietet der digitale Schlüssel den Vorteil, dass das Nutzerprofil einfach gelöscht werden kann.

 
 

Im Car Connectivity Consortium sitzen folgende Mitglieder:

  • Audi
  • BMW
  • GM
  • Hyundai-Kia
  • Volkswagen

Weitere Autofirmen sind beteiligt, jedoch aktuell ohne eine tragende Rolle im Gremium. Beispielsweise Mercedes-Benz, der PSA-Konzern und Toyota.

Flankiert werden die Automobilkonzerne von IT-Konzernen wie Apple und Samsung, sowie von Zulieferern wie zum Beispiel Bosch, Continental, Denzo, Panasonic und ein paar mehr.

Wann die ersten Modelle mit dem nun standardisierten „Digital key“ auf den Markt kommen, ist noch offen. Nun ist aber der Grundstein gelegt. Auch sind entsprechende Sicherheitsvorschriften festgelegt worden, die für die Automobilhersteller einzuhalten sind. Denn wie immer bei IoT-Geräten und Services gilt auch hier, das man an die Sicherheit des Nutzers denken muss.

Weiterführende Informationen gibt es hier:

CCC: Dokument zum Digital Key (englisch).

CCC: Car Connectivity Consortium Announces Publication of the Digital Key Release 1.0 Specification, Delivering to the Industry a Standardized Smartphone as a Car Key Solution (englisch).

Ausgeschnitten aus: https://www.drwindows.de/news/standard-smartphone-schluessel

Turo öffnet sich für kommerzielle Autovermietungen, die über die Plattform als „Commercial Hosts“ weltweit Fahrzeuge anbieten können.


Foto: Turo

Das ging schnell! Erst vor wenigen Monaten verkündete der Peer-to-Peer Carsharing-Anbieter „Turo“ seinen Deutschlandstart. Nun gibt es schon wieder Neuigkeiten: Ab sofort dürfen auch kommerzielle Autovermieter die Plattform nutzen. Ist das schlaue Expansion oder ein Verrat am Peer-to-Peer-Gedanken?

Denn einerseits kann Turo nun mit dem neuen erweiterten Angebot für kommerzielle Autovermieter seinen Service nun auf der ganzen Welt anbieten. Andererseits ist die Plattform, die bisher mit dem Label „reines P2P-Carsharing“ warb, … nun ja, kein reines P2P-Angebot mehr.

Was hat sich geändert?

Turos Geschäftsmodell war bisher eine Mischung zwischen Autovermietung und Carsharing. Private Autobesitzer stellen ihre Fahrzeuge kurz- oder langfristig für andere Nutzer zur Verfügung.

Wie beim Carsharing, konnte man so als Autobesitzer so zusätzlich Geld verdienen, während man sein Auto nicht fuhr – weil es zum Beispiel zwei Wochen lang ungenutzt am Flughafen stand. Vermieter wiederum bekamen kostengünstigere Angebote mit mehr Flexibilität. Autos standen nicht unnütz in der Gegend herum.

Zudem besteht Turo darauf, dass Autobesitzer und Autovermieter sich persönlich kennenlernen. Schlüsselboxen oder automatische Autoöffnungssysteme gibt es nicht. So will Turo sich von klassischen Autovermietern unterscheiden und den direkten Austausch seiner Nutzer sowie den Aufbau einer Community fördern.

Das Konzept kam so gut an, dass das Unternehmen seit seiner Gründung 2009 rasch gewachsen ist und seit diesem Jahr auch in Deutschland verfügbar ist.

Nun hat Turo angekündigt, dass ab sofort unter dem „Commercial Host Program“ auch kommerzielle Autovermieter auf der Plattform zugelassen sind – was bisher nicht erlaubt war. Allerdings gibt es Einschränkungen.

Zum einen müssen die kommerziellen Anbieter Vermietern ihr eigenes, komplettes Versicherungspaket anbieten, sagt Deutschland-Chef Marcus Riecke: „Für Turo sind kommerzielle Anbieter die Autovermieter, die ihren Gästen eine eigene Versicherung anbieten, anstatt sich für eine Turo-Versicherung zu entscheiden. Sie müssen wenigstens die für ihr Fahrzeug, ihren Gast und den autorisierten Fahrer geltende Haftpflicht- und/oder Sachschadenversicherung anbieten. Alle kommerziellen Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen, können sich bei Turo unter Commercial Host registrieren.“

Neues Angebot soll kleinen Autovermietern helfen

Darüber hinaus will Turo die kommerziellen Anbieter auch auf Kundenfreundlichkeit hin prüfen.

Daher glaubt Riecke auch nicht, dass die Öffnung der Plattform für kommerzielle Anbieter die klassischen großen Autovermieter anzieht: „Für Turo geht es bei den Commercial Hosts aber weniger um die großen Autovermieter wie Sixt, sondern eher um kleinere, lokale Autovermieter, die günstig und kundenfreundlich sind und mitunter auch besondere Autos haben, die man bei Sixt & Co. nicht bekommt.“

Die neue Taktik erinnert an wenig an die Anfänge von Airbnb, als die Plattform für die Vermittlung von rein privaten Unterkünften sich auch kommerziellen Anbietern öffnete, aber stets betonte, dass es dabei um kleine, kundenorientierte Bed & Breakfasts ging und nicht um große Hotelketten.

Das muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn das Ergebnis ein größeres Angebot für Kunden ist und den kleinen Autovermietern einen einfacheren Zugang zu Reisenden bietet, die sonst von den großen Firmen abgegriffen werden.

Kurs steht auf Expansion

Vom Verrat am Peer-to-Peer-Modell will Marcus Riecke denn auch nichts wissen: „Die Einführung des Commercial Hosts Programms ist keine Abkehr vom Peer-to-Peer Kerngeschäft. Es ist der logische Weg, um Reisenden das Turo-Angebot schnellmöglichst weltweit verfügbar zu machen.“

Womit wir auch schon bei den Expansionsplänen von Turo wären. Denn das neue Vermietungsmodell erlaubt es dem Unternehmen weltweit zu agieren. Das liegt vor allem daran, dass das P2P-Angebot spezielle Versicherungspakete erfordert, die man von Land zu Land mit verschiedenen Versicherungspartnern mühsam ausarbeiten muss.

Deshalb gibt es das Modell bisher auch nur in den USA, Kanada und Deutschland. Für das kommerzielle Programm haben sich dagegen schon Fahrzeugvermieter in 56 Ländern registriert.

Denn das kommerzielle System deckt alle Beteiligten versicherungstechnisch ab und ermöglicht Turo so recht schnell und ganz risikofrei herauszufinden, wo ihr Peer-to-Peer-Angebot wirklich gefragt ist, sagt Riecke: „Die Erfahrungen werden uns dabei helfen herauszufinden, in welchen Ländern die Nachfrage nach Carsharing am größten ist, damit wir unser P2P-Angebot dort ausweiten können.“

Der Kurs bei Turo steht also klar auf Expansion, auch wenn das reine P2P-Modell dran glauben muss. Die Investoren sind auf jeden Fall begeistert. American Express Ventures und die japanische Sumitomo-Group erhöhten die Serie D Finanzierung von auf 104 Millionen US-Dollar.

Turo verspricht sich durch die Expansion aber nicht nur mehr Investorengelder, sondern auch ein besseres Angebot für seine Kunden.

 

Ausgeschnitten aus: https://mobilitymag.de/turo-kommerzielle-anbieter/

Anleitung: Mercedes Me – So verleiht ihr eure A-Klasse


Die brandneue Mercedes Benz A-Klasse steht in den Startlöchern und sie verfügt über ein praktisches neues Feature namens „Mercedes Me“, mit dessen Hilfe ihr euer Auto ganz einfach an Freunde, eure Familie und andere Leuten verleihen könnt.

Das Ganze funktioniert direkt über die Mercedes Me-App, das Feature soll ab August 2018 verfügbar sein. Mit MBUX präsentierten die Stuttgarter zudem ein neues Design- und Funktionskonzept für die Infotainment-Systeme: Große Touchscreen-Bildschirme, eine Gesten- und Sprachsteuerung und OTA-Updates sollen zuerst in der A-Klasse 2018 und später in allen anderen Modellen eingesetzt werden.

 

Öffnet die Mercedes Me-App.

Bucht ein Auto.

Wartet darauf, dass der Besitzer die Buchung bestätigt und euch das Auto leiht.

Hurra! Zeit, eine brandneue A-Klasse auszuleihen!

Findet das Auto!

Bestätigt die Buchung.

Verwendet die Mercedes Me-App, um das Auto zu entriegeln!

 

Der Schlüssel wird automatisch über die App aktiviert. Platziert ihn in der Ablage.

Startet das Auto.

Genießt die Zeit mit „eurer“ neuen A-Klasse.

Wenn ihr fertig seid, müsst ihr nur noch die Automietung beenden. Daraufhin wird der Schlüssel deaktiviert und der Besitzer erhält eine Benachrichtigung

Car Sharing erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Außerdem ist es keine schlechte Idee, seinen Freunden das eigene Auto zu leihen. Schließlich könnt ihr dafür ein kleines Dankeschön verlangen – zum Beispiel eine Tankfüllung oder einen selbstgebackenen Kuchen. Dem Bundesverband CarSharing zufolge haben sich bereits 1,7 Millionen Deutsche bei Anbietern wie dem Marktführer „car2go“ registriert. Mercedes Me richtet sich jedoch gezielt an Privatpersonen. Mit der App könnt ihr eure A-Klasse mit einer bestimmten Gruppe von Leuten teilen. Nur Personen, die Teil dieser Gruppe sind, können euer Auto mieten. Außerdem entscheidet ihr, ob ihr die Anfragen ablehnen oder annehmen möchtet.

Sobald ihr grünes Licht gebt, kann der autorisierte Fahrer das Auto mithilfe der App entriegeln. Das funktioniert dank des Mercedes Me-Kommunikationsmoduls, das von Mercedes im Fahrzeug integriert wurde. Die A-Klasse lässt sich anschließend mit dem Schlüssel starten, der von euch zuvor im Auto platziert wurde. Der Autoschlüssel wird per Drahtlosverbindung temporär aktiviert. Wenn der Fahrer das Auto wieder zurückbringt, lässt er den Schlüssel einfach im Auto liegen und schließt es mithilfe der App wieder ab. Er wird anschließend wieder deaktiviert, bis ihr eine neue Buchung autorisiert habt.

 

Es gibt jedoch noch eine Reihe von anderen Features, die Teil des Mercedes Me-Angebots sind. Beispielsweise einen Remote-Parkassistenten, mit dem ihr euer Auto auf Knopfdruck parken könnt; einen Concierge-Service, der gleichzeitig der günstigste persönliche Assistent auf dem Markt ist; „Remote Online“, mit dem ihr euer Auto jederzeit und überall überwachen könnt; „In Car Office“, mit dem ihr auf eure Microsoft-Konten zugreifen und unterwegs euren Kalender und eure anderen Planungstools nutzen könnt; B2B-Flottenmanagement-Dienste; und zu guter Letzt auch Verkehrsinformationen in Echtzeit sowie Car-to-X-Kommunikation, mit deren Hilfe ihr Verkehrsstaus vermeiden könnt.

Ausgeschnitten aus: https://www.mobilegeeks.de/artikel/mercedes-me/

  

Smartphone als Autoschlüssel?


Smartphone als Autoschlüssel? – Die Allianz erwartet, dass das in einigen Jahren Standard sein wird. Foto: Franziska Gabbert

Ismaning –

Europas größter Versicherer Allianz fordert einen einheitlichen Sicherheitsstandard für die erwartete Ablösung des Autoschlüssels durch das Handy.

In den nächsten drei bis fünf Jahren werde sich die Verwendung des Handys als „virtueller Autoschlüssel“ durchsetzen, prophezeiten Fachleute des Unternehmens im Münchner Vorort Ismaning. Damit davon nicht Autodiebe profitieren, plädiert der Konzern dafür, die Sicherheitsanforderungen für die Autoindustrie festzuschreiben.

Als erster Hersteller bietet derzeit Mercedes die Verwendung des Smartphones als Autoschlüssel an. „Wir glauben, dass das in drei, vier, fünf Jahren auf breiter Basis angeboten wird“, sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik.

Zu den Forderungen der Allianz gehört, dass der virtuelle Fahrzeugschlüssel nicht kopierbar sein soll. Nur der Halter oder eine andere verantwortliche Instanz sollen Fahrberechtigungen für weitere Handys erteilen können – und diese auch wieder einkassieren können. Datenübertragung zwischen Handy und Auto soll durch besonders starke Verschlüsselung geschützt werden. Das System soll nach Allianz-Vorstellungen außerdem eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer das Auto wann fuhr.

Die Allianz hatte bereits Anfang der 1990er Jahre ihr Gewicht in die Waagschale geworden, um wegen der damals rasant gestiegenen Zahl von Autodiebstählen die heute übliche elektronische Wegfahrsperre durchzusetzen. „In einer ganz ähnlichen Dimension schauen wir auf den virtuellen Schlüssel“, sagte Jochen Haug, Vorstandsmitglied bei der Allianz Versicherungs-AG. (dpa)

Ausgeschnitten aus: https://www.berliner-zeitung.de/digital/handy-als-autoschluessel–allianz-fordert-sicherheitsstandard-30025586

Serienmäßige Vernetzung: Der neue Mercedes PRO connect Sprinter


Intelligent, interaktiv und vernetzt – so wird der neue Sprinter mit der neuen Plattform Mercedes PRO vorgestellt. Dieser soll mit einer ausgeklügelten IT-Infrastruktur besonders die Arbeit von Flotten- und Fahrzeugmanagement erleichtern. Die digitalen Dienste von Mercedes PRO connect bilden im Zusammenspiel mit dem Vehicle Management Tool und der eigens entwickelten App die Basis dafür.

Mercedes PRO connect – die Vernetzungslösungen im Überblick

Die Service- und Wartungsarbeiten der Fahrzeuge können über die Dienste von Mercedes PRO connectrechtzeitig geplant werden. Im Falle einer Panne können Kunden zielgerichtet und schnell Hilfe erhalten.

Flotten- und Fuhrparkmanager müssen ständig über den Zustand der Fahrzeuge informiert sein und die Touren im Überblick haben. Mit der Konnektivitäts- und Flottenlösung Mercedes PRO connect können der Fahrzeugstandort und -status jederzeit abgerufen werden. So kann der Manager zum Beispiel die Auslastung der Flotte optimieren und spart sich Zeit bei den administrativen Aufgaben, da er über Daten wie dem Stand der Tankfüllung informiert ist. Über den Eco Monitor kann darüberhinaus festgestellt werden, ob die ökonomischen Potenziale des neuen Sprinter ausgenutzt werden.

Dem Fahren stehen die Verkehrsdaten und aktuelles Kartenmaterial zur Verfügung, das ihm die Routenplanung erleichtert. Über den Fahrzeugzustand kann der Flottenmanager aus der Ferne zudem feststellen, welches Fahrzeug sich gerade in der Nähe eines Kundes befindet und so schneller bei eingehenden Aufträgen reagieren.

Über das Fahrzeugmanagement-Tool ist der Flottenmanager in der Lage direkt mit dem Fahrer zu kommunizieren. Dies geschieht über die Mercedes PRO connect App, an die die Nachrichten verschickt werden, was beispielsweise eine Verteilung von Aufträgen während einer Fahrt möglich macht.

Ebenfalls enthalten ist ein digitales Fahrtenbuch, das vom Flottenmanager und Fahrer jederzeit abgerufen werden kann.

Bestimmte Funktionen aller Fahrzeuge, wie zum Beispiel die Türverriegelung, lassen sich aus der Ferne bedienen. So kann man nicht nur den Laderaum fernentriegeln, sondern spart aufgrund der fehlenden Schlüssel auch Organisationsaufwand. Ein Verlegen oder Verlieren der Schlüssel ist nicht mehr möglich.

Die gesamten Funktionen im neuen Sprinter basieren auf dem integrierten Hight-Speed-Internetanschluss im Fahrzeug, das auch als Hotspot für separate Mobilgeräte dienen kann. Dies ist besonders für den Einsatz beim Personentransport interessant.

Baukastenprinzip und technische Details

Da nicht jede Flotte und nicht jedes Unternehmen die gleiche Dienste in Anspruch nehmen kann oder will, sind die Dienste von Mercedes PRO connect nach dem Bauskastenprinzip aufgebaut. So profitieren auch kleine und mittlere Flotten von den Vernetzungsdiensten.

Bei dieser Vernetzungslösung, die einfach und intuitiv sein soll, kommt das MBUX Multimediasystem mit 7-Zoll oder 10,25-Zoll-Touchscreen-Display zum Einsatz. Hierbei kann die Steuerung über touchfähige Lenkrad-Bedienelemente, den Touchscreen oder die völlig neu entwickelte Sprachbedienung erfolgen. Dieses Sprachsystem wird über ein Keyword aktiviert und erfasst auch Redewendungen aus dem normalen Sprachgebrauch. Das Infotainmentsystem reagiert zum Beispiel auf den Satz „Der Tank ist leer“ mit Vorschlägen zu nahegelegenen Tankstellen entlang der Route oder im Umkreis. Darüberhinaus zeigt die Navigations-Applikation auch Informationen wie Kraftstoffpreise an Tankstellen in der Nähe oder Wetterdaten an.

Dank Integration von Künstlicher Intelligenz lernt das Telematiksystem das Verhalten der Nutzer kennen und schlägt so zum Beispiel Ziele, Kontakte oder Radiosender vor. Ablenkungsfreies Telefonieren während der Fahrt ermöglicht eine Bluetooth-Schnittstelle mit Freisprechfunktion.

Ebenfalls optimiert wurde die Stromversorgung für externen Geräte. Über vorhandene USB Typ C-Anschlüsse oder über „Wireless Charging“ lassen sich Tablets oder Mobiltelefone laden. Der bekannte 12-Volt-Anschluss wird durch einen 115/230-Volt-Anschluss ergänzt.

Ab Juni 2018 sollen die ersten Dienste in 19 europäischen Märkten verfügbar sein.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial der Daimler AG


Ausgeschnitten aus: http://intellicar.de/hardware-and-software/serienmaessige-vernetzung-der-neue-mercedes-pro-connect-sprinter/

Neues Mobilitäts-Ökosystem bringt Carsharing auf Blockchain-Basis | ❤ t3n

(Foto: Tomas Picka / Shutterstock)

Nicht weniger als die Zukunft des Transportwesens revolutionieren soll eine Mobilitätsplattform auf Blockchain-Basis. Hierdurch sollen echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern möglich werden.

Das in der Autobranche bekannte Sharing-Konzept mit der Blockchain-Technologie verknüpfen möchte das weltweit tätige Beratungsunternehmen EY mit der nun vorgestellten Mobilitätsplattform Tesseract.

Auf dieser sollen schon bald sowohl einzelne Fahrzeuge als auch Flotten und andere Transportdienste verfügbar sein. Fahrten würden digital auf der Blockchain protokolliert, die Transaktionen dann automatisch zwischen den Eigentümern, Betreibern und dritten Serviceanbietern über ein nutzungsbasiertes Single-Source-Zahlungssystem abgewickelt, heißt es.

Grundsätzlich, sagt EY, solle Tesseract auf diese Weise Kernprobleme der Mobilität lösen, indem es etwa Grundlagen für den künftigen Besitz autonomer Fahrzeugflotten schaffe und genannte Mobilitätsoptionen auf Abruf biete. Als Teilnehmer einer solchen Plattform könnten etwa Fahrzeughersteller, Mobilitäts- und Transportunternehmen sowie Städte und Infrastrukturanbieter neue Einnahmequellen schaffen, macht EY sein Produkt schon jetzt schmackhaft.

Und den Verbrauchern würde der Wunsch nach erweiterten Mobilitätsdiensten erfüllt werden, sie bekämen „das richtige Fahrzeug für die ideale Fahrt, und das auf Abruf“.

Transportmittel als Service

„Wir möchten, dass Tesseract die Einstiegsbarrieren für alle Stakeholder beseitigt, Transportmittel als Service anbietet und ein vollständig integriertes Ökosystem schafft, in dem der Verbraucher auf dem künftigen Mobilitätsmarkt Vorrang hat“, sagt dann auch Randy Miller, Chef des Bereichs Global Automotive & Transportation von EY.

Mithilfe von Tesseract könnten Betreiber neue Mobilitätsunternehmen und Gewinnkonzepte vermarkten und größenmäßig anpassen. Die Fahrzeugnutzung werde steigen, prophezeit das Unternehmen, Verschwendung werde reduziert und im Endeffekt schaffe man „ein grüneres, nachhaltigeres Transportwesen“.

Durch die angestrebte Etablierung neuer Geschäftsmodelle und Einnahmequellen werde die Finanzierung von zum Beispiel Batterien und Ladeinfrastruktur wesentlich einfacher. Investoren, Crowdfunder und durchschnittliche Nutzer könnten mithilfe ihrer Investition basierend auf der Fahrzeugnutzung anderer Geld verdienen, und Personen, die sich bisher kein eigenes Auto leisten konnten, könnten jetzt einen Anteil an einem Fahrzeug besitzen.

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Blockchain verändert Autoindustrie

Die Zeit für die Umstrukturierung der Automobilindustrie durch Blockchain sei nun gekommen, heißt es von EY. Die Nutzung der Technologie im Bereich Automobil-Dienstleistungen erlaube „echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern“, und das mit „minimalen Anforderungen an die Infrastruktur“.

Daten könnten permanent gespeichert und sicher verwaltet werden, und die automatische Verarbeitung von Genehmigungen und Transaktionen werde wesentlich erleichtert.

Tesseract könnte im Lauf der nächsten Monate mit einem bislang unbekannten Partnerunternehmen erstmals genutzt werden, sagte John Simlett, Partner bei EY, vor Kurzem in einem Interview mit Reuters.

Ausgeschnitten aus: http://t3n.de/news/tesseract-mobilitaet-blockchain-853424/

Zugangssystem zum Fahrzeug: Digitaler Autoschlüssel von Continental | Elektronik automotive


© Continental

Das Smartphone wird zum digitalen Autoschlüssel.

Continental präsentiert die Weiterentwicklung des digitalen Schlüssels für Kraftfahrzeuge. Der virtuelle, fälschungssichere Schlüssel ermöglicht den berührungslosen, digitalen Fahrzeugzugang mit Entriegelungsfunktion, sogar bei leerer Fahrzeugbatterie.

Konventionelle Autoschlüssel sind für künftige Mobilitätskonzeptewie Car-Sharing Dienste nicht geeignet. Continental erweitert daher den Smart-Access Zugang um zusätzliche Funktionen für das Smartphone.

Smart Access und der virtuelle Schlüssel

Smart Access ermöglicht den komfortablen Zugang per Smartphone. Der virtuelle Schlüssel wird auf einem mobilen Endgerät gespeichert. Nach einer einmaligen erfolgreichen Authentifizierung erhält der Schlüssel, der aus einem fälschungssicheren Datensatz besteht, den gewünschten Zugriff durch das Backend. Die weitere Kommunikation erfolgt ausschließlich zwischen Smartphone und Auto. Das System verwendet multiple Bluetooth-Low-Energy (BLE)- oder NFC-Transceiver-Module, die im Kraftfahrzeug verteilt sind. Wird ein berechtigter virtueller Schlüssel erkannt, erteilt das System die Erlaubnis das Auto zu öffnen und den Motor zu starten. Somit kann auf den mechanischen Schlüssel verzichtet werden.

Zugang zum Fahrzeug – auch bei leerer Autobatterie

Die Notentriegelung ermöglicht auch dann Zutritt zum Kraftfahrzeug, wenn die Autobatterie leer ist – und das digital, ohne auf den mechanischen Notschlüssel zurückzugreifen. Bei leerer Batterie wird auf eine gespeicherte Restenergie im Türsteuergerät zurückgegriffen, die für eine einmalige Türentriegelung ausreicht. Aktiviert wird die Notentriegelung über Near-Field-Communication (NFC), beispielsweise über das Smartphone. Nach erfolgreicher Sicherheitsprüfung wird ein Signal übertragen und die Tür automatisch entriegelt.

In Verbindung mit Smart-Access wird die Tür automatisiert, sodass sie eigenständig öffnet und schließt. Daher kann auf den Türgriff verzichtetwerden, so dass mehr Möglichkeiten für das Design und ein verbesserter Luftwiderstand des Autos die Folge sind. Eine Assistenz-Funktion in der Tür ermöglicht die komfortable, freihändige Bedienung. Sicherungs- und Kontrollalgorithmen gewährleisten ein sicheres und leichtgängiges Öffnen und Schließen der Fahrzeugtür.

Ausgeschnitten aus: http://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/sonstiges/digitaler-autoschluessel-von-continental-145054.html

Über BMW-Cardata lassen sich die Fahrzeugdaten einsehen und verwalten


Über BMW-Cardata lassen sich die Fahrzeugdaten einsehen und verwalten. (Bild: BMW)

Die Autoindustrie will selbst zum Gatekeeper der Fahrzeugdaten werden. Um die Sicherheit der vernetzten Autos zu gewährleisten, stellt BMW nun eine eigene Cloud für externe Dienste bereit.

Der Münchner Autohersteller BMW stellt die Fahrzeugdaten seiner Kunden künftig über seinen eigenen Server für externe Anbieter bereit. „Ein Zugriff auf das Fahrzeug durch Dritte, der die Gefahr von Hacker-Angriffen stark erhöht, wird so verhindert“teilte das Unternehmen mit. Wie es im Angebot heißt, sollen die Kunden mithilfe von Cadata zudem einen transparenten Überblick bekommen, welche Daten übertragen werden und wie sie auf einfache Weise die Datenweiterleitung kontrollieren können.

Der Autokonzern stand in der Vergangenheit wegen des intransparenten Umgangs mit Fahrzeugdaten in der Kritik. Das neue Angebot betrifft nicht nur die BMW-eigene Auswertung von Fahrzeugdaten, sondern deren Ausleitung an andere Anbieter. Diese sind bislang darauf angewiesen, beispielsweise über die OBDII-Schnittstelle selbst die Daten auszulesen und dann mit Hilfe einer eigenen Mobilfunkverbindung abzurufen.

Anfragen von Drittanbietern

Um das neue Cloud-Angebot nutzen zu können, müssen Fahrer den BMW-Dienst Connected-Drive aktivieren. Das soll bereits bei 8,5 Millionen Fahrzeugen möglich sein, die über eine eingebaute SIM-Karte verfügen. Anschließend lässt sich über das Connected-Drive-Portal auf das neue Angebot Cardata zugreifen. Dabei ist es beispielsweise möglich, sich eine Auswertung der vom Fahrzeug an BMW übertragenen Daten erstellen zu lassen.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Datenfreigabe für Drittanbieter zu verwalten. „Um eine Datenfreigabe zu erteilen, abzulehnen oder auch eine bereits erteilte Datenfreigabe zurückzuziehen, genügt ein Mausklick. Damit entscheidet der Kunde allein, welches Unternehmen seine Daten bekommt – oder eben nicht“, heißt es in der Mitteilung. BMW wirbt damit, schon heute im Sinne der EU-Datenschutzverordnung zu handeln, die im Mai 2018 in Kraft treten wird. Bei BMW erhält der Kunde über das Webportal eine Anfrage von einem Drittanbieter, ob er bestimmte Daten bereitstellen möchte. Dies können beispielsweise Werkstätten, Versicherungen oder Flottenmanager sein.

Alles oder nichts

Allerdings hat der Kunde weiterhin keinen Einfluss darauf, welche Daten BMW aus dem Fahrzeug abruft. Hier gilt das Motto: Alles oder nichts. Der Halter kann lediglich die eingebaute SIM-Karte bei einem BMW-Händler komplett deaktivieren lassen. Dann funktionieren weder der Notrufdienst noch die sogenannten Teleservices von BMW.

Das Unternehmen ist damit der erste deutsche Autohersteller, der das vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelte Konzept eines neutralen Servers umsetzt. Hierbei sollen die Daten vom Backend der Hersteller über eine ISO-Schnittstelle in einem gemeinsamen Pool bereitgestellt werden, wie der Verband am Donnerstag auf einer Datenschutztagung in Berlin erläuterte. Externe Anbieter wie Versicherungen, Telematik-Dienste oder Zulieferer sollen die Daten dabei direkt von dem neutralen Server abrufen, ohne dass die Nutzung von den Herstellern kontrolliert wird. Dem VDA zufolge wollen auch andere deutsche Hersteller das Konzept umsetzen.

Ausschaltknopf für Datentransfer fehlt immer noch

Verbraucherschützer bemängeln jedoch, dass die Hersteller damit weiterhin die Kontrolle über die Daten behalten. So schlägt der VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) unter anderem vor, die Daten an ein unabhängiges Trustcenter zu übermitteln. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff forderte in einem am Freitag vorgestellten Papier (PDF) unter anderem, dass Fahrzeugnutzer technische Möglichkeiten benötigen, „um den Zugriff auf einzelne Datenkategorien im Fahrzeug selektiv zu gewähren oder zu entziehen, soweit keine rechtliche Bestimmung entgegensteht“. Zudem sollen sie bereits im Fahrzeug „sämtliche Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten einsehen können, etwa über das Display des Armaturenbretts“.

Von diesen Empfehlungen ist das Cardata-Angebot noch weit entfernt. Allerdings ermöglicht es zumindest eine größere Transparenz und einen sichereren Zugriff für externe Anbieter. Völlig impraktikabel ist die Notwendigkeit, dass die Datenübertragung beim Händler deaktiviert werden muss. Der Ausschaltknopf für Datentransfers, wie vom ADAC gefordert, lässt weiter auf sich warten.

https://www.golem.de/news/cardata-bmw-ermoeglicht-externen-zugriff-auf-fahrzeugdaten-1706-128188.html