Turo öffnet sich für kommerzielle Autovermietungen, die über die Plattform als „Commercial Hosts“ weltweit Fahrzeuge anbieten können.


Foto: Turo

Das ging schnell! Erst vor wenigen Monaten verkündete der Peer-to-Peer Carsharing-Anbieter „Turo“ seinen Deutschlandstart. Nun gibt es schon wieder Neuigkeiten: Ab sofort dürfen auch kommerzielle Autovermieter die Plattform nutzen. Ist das schlaue Expansion oder ein Verrat am Peer-to-Peer-Gedanken?

Denn einerseits kann Turo nun mit dem neuen erweiterten Angebot für kommerzielle Autovermieter seinen Service nun auf der ganzen Welt anbieten. Andererseits ist die Plattform, die bisher mit dem Label „reines P2P-Carsharing“ warb, … nun ja, kein reines P2P-Angebot mehr.

Was hat sich geändert?

Turos Geschäftsmodell war bisher eine Mischung zwischen Autovermietung und Carsharing. Private Autobesitzer stellen ihre Fahrzeuge kurz- oder langfristig für andere Nutzer zur Verfügung.

Wie beim Carsharing, konnte man so als Autobesitzer so zusätzlich Geld verdienen, während man sein Auto nicht fuhr – weil es zum Beispiel zwei Wochen lang ungenutzt am Flughafen stand. Vermieter wiederum bekamen kostengünstigere Angebote mit mehr Flexibilität. Autos standen nicht unnütz in der Gegend herum.

Zudem besteht Turo darauf, dass Autobesitzer und Autovermieter sich persönlich kennenlernen. Schlüsselboxen oder automatische Autoöffnungssysteme gibt es nicht. So will Turo sich von klassischen Autovermietern unterscheiden und den direkten Austausch seiner Nutzer sowie den Aufbau einer Community fördern.

Das Konzept kam so gut an, dass das Unternehmen seit seiner Gründung 2009 rasch gewachsen ist und seit diesem Jahr auch in Deutschland verfügbar ist.

Nun hat Turo angekündigt, dass ab sofort unter dem „Commercial Host Program“ auch kommerzielle Autovermieter auf der Plattform zugelassen sind – was bisher nicht erlaubt war. Allerdings gibt es Einschränkungen.

Zum einen müssen die kommerziellen Anbieter Vermietern ihr eigenes, komplettes Versicherungspaket anbieten, sagt Deutschland-Chef Marcus Riecke: „Für Turo sind kommerzielle Anbieter die Autovermieter, die ihren Gästen eine eigene Versicherung anbieten, anstatt sich für eine Turo-Versicherung zu entscheiden. Sie müssen wenigstens die für ihr Fahrzeug, ihren Gast und den autorisierten Fahrer geltende Haftpflicht- und/oder Sachschadenversicherung anbieten. Alle kommerziellen Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen, können sich bei Turo unter Commercial Host registrieren.“

Neues Angebot soll kleinen Autovermietern helfen

Darüber hinaus will Turo die kommerziellen Anbieter auch auf Kundenfreundlichkeit hin prüfen.

Daher glaubt Riecke auch nicht, dass die Öffnung der Plattform für kommerzielle Anbieter die klassischen großen Autovermieter anzieht: „Für Turo geht es bei den Commercial Hosts aber weniger um die großen Autovermieter wie Sixt, sondern eher um kleinere, lokale Autovermieter, die günstig und kundenfreundlich sind und mitunter auch besondere Autos haben, die man bei Sixt & Co. nicht bekommt.“

Die neue Taktik erinnert an wenig an die Anfänge von Airbnb, als die Plattform für die Vermittlung von rein privaten Unterkünften sich auch kommerziellen Anbietern öffnete, aber stets betonte, dass es dabei um kleine, kundenorientierte Bed & Breakfasts ging und nicht um große Hotelketten.

Das muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn das Ergebnis ein größeres Angebot für Kunden ist und den kleinen Autovermietern einen einfacheren Zugang zu Reisenden bietet, die sonst von den großen Firmen abgegriffen werden.

Kurs steht auf Expansion

Vom Verrat am Peer-to-Peer-Modell will Marcus Riecke denn auch nichts wissen: „Die Einführung des Commercial Hosts Programms ist keine Abkehr vom Peer-to-Peer Kerngeschäft. Es ist der logische Weg, um Reisenden das Turo-Angebot schnellmöglichst weltweit verfügbar zu machen.“

Womit wir auch schon bei den Expansionsplänen von Turo wären. Denn das neue Vermietungsmodell erlaubt es dem Unternehmen weltweit zu agieren. Das liegt vor allem daran, dass das P2P-Angebot spezielle Versicherungspakete erfordert, die man von Land zu Land mit verschiedenen Versicherungspartnern mühsam ausarbeiten muss.

Deshalb gibt es das Modell bisher auch nur in den USA, Kanada und Deutschland. Für das kommerzielle Programm haben sich dagegen schon Fahrzeugvermieter in 56 Ländern registriert.

Denn das kommerzielle System deckt alle Beteiligten versicherungstechnisch ab und ermöglicht Turo so recht schnell und ganz risikofrei herauszufinden, wo ihr Peer-to-Peer-Angebot wirklich gefragt ist, sagt Riecke: „Die Erfahrungen werden uns dabei helfen herauszufinden, in welchen Ländern die Nachfrage nach Carsharing am größten ist, damit wir unser P2P-Angebot dort ausweiten können.“

Der Kurs bei Turo steht also klar auf Expansion, auch wenn das reine P2P-Modell dran glauben muss. Die Investoren sind auf jeden Fall begeistert. American Express Ventures und die japanische Sumitomo-Group erhöhten die Serie D Finanzierung von auf 104 Millionen US-Dollar.

Turo verspricht sich durch die Expansion aber nicht nur mehr Investorengelder, sondern auch ein besseres Angebot für seine Kunden.

 

Ausgeschnitten aus: https://mobilitymag.de/turo-kommerzielle-anbieter/

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Anleitung: Mercedes Me – So verleiht ihr eure A-Klasse


Die brandneue Mercedes Benz A-Klasse steht in den Startlöchern und sie verfügt über ein praktisches neues Feature namens „Mercedes Me“, mit dessen Hilfe ihr euer Auto ganz einfach an Freunde, eure Familie und andere Leuten verleihen könnt.

Das Ganze funktioniert direkt über die Mercedes Me-App, das Feature soll ab August 2018 verfügbar sein. Mit MBUX präsentierten die Stuttgarter zudem ein neues Design- und Funktionskonzept für die Infotainment-Systeme: Große Touchscreen-Bildschirme, eine Gesten- und Sprachsteuerung und OTA-Updates sollen zuerst in der A-Klasse 2018 und später in allen anderen Modellen eingesetzt werden.

 

Öffnet die Mercedes Me-App.

Bucht ein Auto.

Wartet darauf, dass der Besitzer die Buchung bestätigt und euch das Auto leiht.

Hurra! Zeit, eine brandneue A-Klasse auszuleihen!

Findet das Auto!

Bestätigt die Buchung.

Verwendet die Mercedes Me-App, um das Auto zu entriegeln!

 

Der Schlüssel wird automatisch über die App aktiviert. Platziert ihn in der Ablage.

Startet das Auto.

Genießt die Zeit mit „eurer“ neuen A-Klasse.

Wenn ihr fertig seid, müsst ihr nur noch die Automietung beenden. Daraufhin wird der Schlüssel deaktiviert und der Besitzer erhält eine Benachrichtigung

Car Sharing erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Außerdem ist es keine schlechte Idee, seinen Freunden das eigene Auto zu leihen. Schließlich könnt ihr dafür ein kleines Dankeschön verlangen – zum Beispiel eine Tankfüllung oder einen selbstgebackenen Kuchen. Dem Bundesverband CarSharing zufolge haben sich bereits 1,7 Millionen Deutsche bei Anbietern wie dem Marktführer „car2go“ registriert. Mercedes Me richtet sich jedoch gezielt an Privatpersonen. Mit der App könnt ihr eure A-Klasse mit einer bestimmten Gruppe von Leuten teilen. Nur Personen, die Teil dieser Gruppe sind, können euer Auto mieten. Außerdem entscheidet ihr, ob ihr die Anfragen ablehnen oder annehmen möchtet.

Sobald ihr grünes Licht gebt, kann der autorisierte Fahrer das Auto mithilfe der App entriegeln. Das funktioniert dank des Mercedes Me-Kommunikationsmoduls, das von Mercedes im Fahrzeug integriert wurde. Die A-Klasse lässt sich anschließend mit dem Schlüssel starten, der von euch zuvor im Auto platziert wurde. Der Autoschlüssel wird per Drahtlosverbindung temporär aktiviert. Wenn der Fahrer das Auto wieder zurückbringt, lässt er den Schlüssel einfach im Auto liegen und schließt es mithilfe der App wieder ab. Er wird anschließend wieder deaktiviert, bis ihr eine neue Buchung autorisiert habt.

 

Es gibt jedoch noch eine Reihe von anderen Features, die Teil des Mercedes Me-Angebots sind. Beispielsweise einen Remote-Parkassistenten, mit dem ihr euer Auto auf Knopfdruck parken könnt; einen Concierge-Service, der gleichzeitig der günstigste persönliche Assistent auf dem Markt ist; „Remote Online“, mit dem ihr euer Auto jederzeit und überall überwachen könnt; „In Car Office“, mit dem ihr auf eure Microsoft-Konten zugreifen und unterwegs euren Kalender und eure anderen Planungstools nutzen könnt; B2B-Flottenmanagement-Dienste; und zu guter Letzt auch Verkehrsinformationen in Echtzeit sowie Car-to-X-Kommunikation, mit deren Hilfe ihr Verkehrsstaus vermeiden könnt.

Ausgeschnitten aus: https://www.mobilegeeks.de/artikel/mercedes-me/

  

Smartphone als Autoschlüssel?


Smartphone als Autoschlüssel? – Die Allianz erwartet, dass das in einigen Jahren Standard sein wird. Foto: Franziska Gabbert

Ismaning –

Europas größter Versicherer Allianz fordert einen einheitlichen Sicherheitsstandard für die erwartete Ablösung des Autoschlüssels durch das Handy.

In den nächsten drei bis fünf Jahren werde sich die Verwendung des Handys als „virtueller Autoschlüssel“ durchsetzen, prophezeiten Fachleute des Unternehmens im Münchner Vorort Ismaning. Damit davon nicht Autodiebe profitieren, plädiert der Konzern dafür, die Sicherheitsanforderungen für die Autoindustrie festzuschreiben.

Als erster Hersteller bietet derzeit Mercedes die Verwendung des Smartphones als Autoschlüssel an. „Wir glauben, dass das in drei, vier, fünf Jahren auf breiter Basis angeboten wird“, sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik.

Zu den Forderungen der Allianz gehört, dass der virtuelle Fahrzeugschlüssel nicht kopierbar sein soll. Nur der Halter oder eine andere verantwortliche Instanz sollen Fahrberechtigungen für weitere Handys erteilen können – und diese auch wieder einkassieren können. Datenübertragung zwischen Handy und Auto soll durch besonders starke Verschlüsselung geschützt werden. Das System soll nach Allianz-Vorstellungen außerdem eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer das Auto wann fuhr.

Die Allianz hatte bereits Anfang der 1990er Jahre ihr Gewicht in die Waagschale geworden, um wegen der damals rasant gestiegenen Zahl von Autodiebstählen die heute übliche elektronische Wegfahrsperre durchzusetzen. „In einer ganz ähnlichen Dimension schauen wir auf den virtuellen Schlüssel“, sagte Jochen Haug, Vorstandsmitglied bei der Allianz Versicherungs-AG. (dpa)

Ausgeschnitten aus: https://www.berliner-zeitung.de/digital/handy-als-autoschluessel–allianz-fordert-sicherheitsstandard-30025586

Serienmäßige Vernetzung: Der neue Mercedes PRO connect Sprinter


Intelligent, interaktiv und vernetzt – so wird der neue Sprinter mit der neuen Plattform Mercedes PRO vorgestellt. Dieser soll mit einer ausgeklügelten IT-Infrastruktur besonders die Arbeit von Flotten- und Fahrzeugmanagement erleichtern. Die digitalen Dienste von Mercedes PRO connect bilden im Zusammenspiel mit dem Vehicle Management Tool und der eigens entwickelten App die Basis dafür.

Mercedes PRO connect – die Vernetzungslösungen im Überblick

Die Service- und Wartungsarbeiten der Fahrzeuge können über die Dienste von Mercedes PRO connectrechtzeitig geplant werden. Im Falle einer Panne können Kunden zielgerichtet und schnell Hilfe erhalten.

Flotten- und Fuhrparkmanager müssen ständig über den Zustand der Fahrzeuge informiert sein und die Touren im Überblick haben. Mit der Konnektivitäts- und Flottenlösung Mercedes PRO connect können der Fahrzeugstandort und -status jederzeit abgerufen werden. So kann der Manager zum Beispiel die Auslastung der Flotte optimieren und spart sich Zeit bei den administrativen Aufgaben, da er über Daten wie dem Stand der Tankfüllung informiert ist. Über den Eco Monitor kann darüberhinaus festgestellt werden, ob die ökonomischen Potenziale des neuen Sprinter ausgenutzt werden.

Dem Fahren stehen die Verkehrsdaten und aktuelles Kartenmaterial zur Verfügung, das ihm die Routenplanung erleichtert. Über den Fahrzeugzustand kann der Flottenmanager aus der Ferne zudem feststellen, welches Fahrzeug sich gerade in der Nähe eines Kundes befindet und so schneller bei eingehenden Aufträgen reagieren.

Über das Fahrzeugmanagement-Tool ist der Flottenmanager in der Lage direkt mit dem Fahrer zu kommunizieren. Dies geschieht über die Mercedes PRO connect App, an die die Nachrichten verschickt werden, was beispielsweise eine Verteilung von Aufträgen während einer Fahrt möglich macht.

Ebenfalls enthalten ist ein digitales Fahrtenbuch, das vom Flottenmanager und Fahrer jederzeit abgerufen werden kann.

Bestimmte Funktionen aller Fahrzeuge, wie zum Beispiel die Türverriegelung, lassen sich aus der Ferne bedienen. So kann man nicht nur den Laderaum fernentriegeln, sondern spart aufgrund der fehlenden Schlüssel auch Organisationsaufwand. Ein Verlegen oder Verlieren der Schlüssel ist nicht mehr möglich.

Die gesamten Funktionen im neuen Sprinter basieren auf dem integrierten Hight-Speed-Internetanschluss im Fahrzeug, das auch als Hotspot für separate Mobilgeräte dienen kann. Dies ist besonders für den Einsatz beim Personentransport interessant.

Baukastenprinzip und technische Details

Da nicht jede Flotte und nicht jedes Unternehmen die gleiche Dienste in Anspruch nehmen kann oder will, sind die Dienste von Mercedes PRO connect nach dem Bauskastenprinzip aufgebaut. So profitieren auch kleine und mittlere Flotten von den Vernetzungsdiensten.

Bei dieser Vernetzungslösung, die einfach und intuitiv sein soll, kommt das MBUX Multimediasystem mit 7-Zoll oder 10,25-Zoll-Touchscreen-Display zum Einsatz. Hierbei kann die Steuerung über touchfähige Lenkrad-Bedienelemente, den Touchscreen oder die völlig neu entwickelte Sprachbedienung erfolgen. Dieses Sprachsystem wird über ein Keyword aktiviert und erfasst auch Redewendungen aus dem normalen Sprachgebrauch. Das Infotainmentsystem reagiert zum Beispiel auf den Satz „Der Tank ist leer“ mit Vorschlägen zu nahegelegenen Tankstellen entlang der Route oder im Umkreis. Darüberhinaus zeigt die Navigations-Applikation auch Informationen wie Kraftstoffpreise an Tankstellen in der Nähe oder Wetterdaten an.

Dank Integration von Künstlicher Intelligenz lernt das Telematiksystem das Verhalten der Nutzer kennen und schlägt so zum Beispiel Ziele, Kontakte oder Radiosender vor. Ablenkungsfreies Telefonieren während der Fahrt ermöglicht eine Bluetooth-Schnittstelle mit Freisprechfunktion.

Ebenfalls optimiert wurde die Stromversorgung für externen Geräte. Über vorhandene USB Typ C-Anschlüsse oder über „Wireless Charging“ lassen sich Tablets oder Mobiltelefone laden. Der bekannte 12-Volt-Anschluss wird durch einen 115/230-Volt-Anschluss ergänzt.

Ab Juni 2018 sollen die ersten Dienste in 19 europäischen Märkten verfügbar sein.

Editor: Tanja Lauch mit dem Pressematerial der Daimler AG


Ausgeschnitten aus: http://intellicar.de/hardware-and-software/serienmaessige-vernetzung-der-neue-mercedes-pro-connect-sprinter/

Neues Mobilitäts-Ökosystem bringt Carsharing auf Blockchain-Basis | ❤ t3n

(Foto: Tomas Picka / Shutterstock)

Nicht weniger als die Zukunft des Transportwesens revolutionieren soll eine Mobilitätsplattform auf Blockchain-Basis. Hierdurch sollen echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern möglich werden.

Das in der Autobranche bekannte Sharing-Konzept mit der Blockchain-Technologie verknüpfen möchte das weltweit tätige Beratungsunternehmen EY mit der nun vorgestellten Mobilitätsplattform Tesseract.

Auf dieser sollen schon bald sowohl einzelne Fahrzeuge als auch Flotten und andere Transportdienste verfügbar sein. Fahrten würden digital auf der Blockchain protokolliert, die Transaktionen dann automatisch zwischen den Eigentümern, Betreibern und dritten Serviceanbietern über ein nutzungsbasiertes Single-Source-Zahlungssystem abgewickelt, heißt es.

Grundsätzlich, sagt EY, solle Tesseract auf diese Weise Kernprobleme der Mobilität lösen, indem es etwa Grundlagen für den künftigen Besitz autonomer Fahrzeugflotten schaffe und genannte Mobilitätsoptionen auf Abruf biete. Als Teilnehmer einer solchen Plattform könnten etwa Fahrzeughersteller, Mobilitäts- und Transportunternehmen sowie Städte und Infrastrukturanbieter neue Einnahmequellen schaffen, macht EY sein Produkt schon jetzt schmackhaft.

Und den Verbrauchern würde der Wunsch nach erweiterten Mobilitätsdiensten erfüllt werden, sie bekämen „das richtige Fahrzeug für die ideale Fahrt, und das auf Abruf“.

Transportmittel als Service

„Wir möchten, dass Tesseract die Einstiegsbarrieren für alle Stakeholder beseitigt, Transportmittel als Service anbietet und ein vollständig integriertes Ökosystem schafft, in dem der Verbraucher auf dem künftigen Mobilitätsmarkt Vorrang hat“, sagt dann auch Randy Miller, Chef des Bereichs Global Automotive & Transportation von EY.

Mithilfe von Tesseract könnten Betreiber neue Mobilitätsunternehmen und Gewinnkonzepte vermarkten und größenmäßig anpassen. Die Fahrzeugnutzung werde steigen, prophezeit das Unternehmen, Verschwendung werde reduziert und im Endeffekt schaffe man „ein grüneres, nachhaltigeres Transportwesen“.

Durch die angestrebte Etablierung neuer Geschäftsmodelle und Einnahmequellen werde die Finanzierung von zum Beispiel Batterien und Ladeinfrastruktur wesentlich einfacher. Investoren, Crowdfunder und durchschnittliche Nutzer könnten mithilfe ihrer Investition basierend auf der Fahrzeugnutzung anderer Geld verdienen, und Personen, die sich bisher kein eigenes Auto leisten konnten, könnten jetzt einen Anteil an einem Fahrzeug besitzen.

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Blockchain verändert Autoindustrie

Die Zeit für die Umstrukturierung der Automobilindustrie durch Blockchain sei nun gekommen, heißt es von EY. Die Nutzung der Technologie im Bereich Automobil-Dienstleistungen erlaube „echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern“, und das mit „minimalen Anforderungen an die Infrastruktur“.

Daten könnten permanent gespeichert und sicher verwaltet werden, und die automatische Verarbeitung von Genehmigungen und Transaktionen werde wesentlich erleichtert.

Tesseract könnte im Lauf der nächsten Monate mit einem bislang unbekannten Partnerunternehmen erstmals genutzt werden, sagte John Simlett, Partner bei EY, vor Kurzem in einem Interview mit Reuters.

Ausgeschnitten aus: http://t3n.de/news/tesseract-mobilitaet-blockchain-853424/

Zugangssystem zum Fahrzeug: Digitaler Autoschlüssel von Continental | Elektronik automotive


© Continental

Das Smartphone wird zum digitalen Autoschlüssel.

Continental präsentiert die Weiterentwicklung des digitalen Schlüssels für Kraftfahrzeuge. Der virtuelle, fälschungssichere Schlüssel ermöglicht den berührungslosen, digitalen Fahrzeugzugang mit Entriegelungsfunktion, sogar bei leerer Fahrzeugbatterie.

Konventionelle Autoschlüssel sind für künftige Mobilitätskonzeptewie Car-Sharing Dienste nicht geeignet. Continental erweitert daher den Smart-Access Zugang um zusätzliche Funktionen für das Smartphone.

Smart Access und der virtuelle Schlüssel

Smart Access ermöglicht den komfortablen Zugang per Smartphone. Der virtuelle Schlüssel wird auf einem mobilen Endgerät gespeichert. Nach einer einmaligen erfolgreichen Authentifizierung erhält der Schlüssel, der aus einem fälschungssicheren Datensatz besteht, den gewünschten Zugriff durch das Backend. Die weitere Kommunikation erfolgt ausschließlich zwischen Smartphone und Auto. Das System verwendet multiple Bluetooth-Low-Energy (BLE)- oder NFC-Transceiver-Module, die im Kraftfahrzeug verteilt sind. Wird ein berechtigter virtueller Schlüssel erkannt, erteilt das System die Erlaubnis das Auto zu öffnen und den Motor zu starten. Somit kann auf den mechanischen Schlüssel verzichtet werden.

Zugang zum Fahrzeug – auch bei leerer Autobatterie

Die Notentriegelung ermöglicht auch dann Zutritt zum Kraftfahrzeug, wenn die Autobatterie leer ist – und das digital, ohne auf den mechanischen Notschlüssel zurückzugreifen. Bei leerer Batterie wird auf eine gespeicherte Restenergie im Türsteuergerät zurückgegriffen, die für eine einmalige Türentriegelung ausreicht. Aktiviert wird die Notentriegelung über Near-Field-Communication (NFC), beispielsweise über das Smartphone. Nach erfolgreicher Sicherheitsprüfung wird ein Signal übertragen und die Tür automatisch entriegelt.

In Verbindung mit Smart-Access wird die Tür automatisiert, sodass sie eigenständig öffnet und schließt. Daher kann auf den Türgriff verzichtetwerden, so dass mehr Möglichkeiten für das Design und ein verbesserter Luftwiderstand des Autos die Folge sind. Eine Assistenz-Funktion in der Tür ermöglicht die komfortable, freihändige Bedienung. Sicherungs- und Kontrollalgorithmen gewährleisten ein sicheres und leichtgängiges Öffnen und Schließen der Fahrzeugtür.

Ausgeschnitten aus: http://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/sonstiges/digitaler-autoschluessel-von-continental-145054.html

Über BMW-Cardata lassen sich die Fahrzeugdaten einsehen und verwalten


Über BMW-Cardata lassen sich die Fahrzeugdaten einsehen und verwalten. (Bild: BMW)

Die Autoindustrie will selbst zum Gatekeeper der Fahrzeugdaten werden. Um die Sicherheit der vernetzten Autos zu gewährleisten, stellt BMW nun eine eigene Cloud für externe Dienste bereit.

Der Münchner Autohersteller BMW stellt die Fahrzeugdaten seiner Kunden künftig über seinen eigenen Server für externe Anbieter bereit. „Ein Zugriff auf das Fahrzeug durch Dritte, der die Gefahr von Hacker-Angriffen stark erhöht, wird so verhindert“teilte das Unternehmen mit. Wie es im Angebot heißt, sollen die Kunden mithilfe von Cadata zudem einen transparenten Überblick bekommen, welche Daten übertragen werden und wie sie auf einfache Weise die Datenweiterleitung kontrollieren können.

Der Autokonzern stand in der Vergangenheit wegen des intransparenten Umgangs mit Fahrzeugdaten in der Kritik. Das neue Angebot betrifft nicht nur die BMW-eigene Auswertung von Fahrzeugdaten, sondern deren Ausleitung an andere Anbieter. Diese sind bislang darauf angewiesen, beispielsweise über die OBDII-Schnittstelle selbst die Daten auszulesen und dann mit Hilfe einer eigenen Mobilfunkverbindung abzurufen.

Anfragen von Drittanbietern

Um das neue Cloud-Angebot nutzen zu können, müssen Fahrer den BMW-Dienst Connected-Drive aktivieren. Das soll bereits bei 8,5 Millionen Fahrzeugen möglich sein, die über eine eingebaute SIM-Karte verfügen. Anschließend lässt sich über das Connected-Drive-Portal auf das neue Angebot Cardata zugreifen. Dabei ist es beispielsweise möglich, sich eine Auswertung der vom Fahrzeug an BMW übertragenen Daten erstellen zu lassen.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Datenfreigabe für Drittanbieter zu verwalten. „Um eine Datenfreigabe zu erteilen, abzulehnen oder auch eine bereits erteilte Datenfreigabe zurückzuziehen, genügt ein Mausklick. Damit entscheidet der Kunde allein, welches Unternehmen seine Daten bekommt – oder eben nicht“, heißt es in der Mitteilung. BMW wirbt damit, schon heute im Sinne der EU-Datenschutzverordnung zu handeln, die im Mai 2018 in Kraft treten wird. Bei BMW erhält der Kunde über das Webportal eine Anfrage von einem Drittanbieter, ob er bestimmte Daten bereitstellen möchte. Dies können beispielsweise Werkstätten, Versicherungen oder Flottenmanager sein.

Alles oder nichts

Allerdings hat der Kunde weiterhin keinen Einfluss darauf, welche Daten BMW aus dem Fahrzeug abruft. Hier gilt das Motto: Alles oder nichts. Der Halter kann lediglich die eingebaute SIM-Karte bei einem BMW-Händler komplett deaktivieren lassen. Dann funktionieren weder der Notrufdienst noch die sogenannten Teleservices von BMW.

Das Unternehmen ist damit der erste deutsche Autohersteller, der das vom Verband der Automobilindustrie (VDA) entwickelte Konzept eines neutralen Servers umsetzt. Hierbei sollen die Daten vom Backend der Hersteller über eine ISO-Schnittstelle in einem gemeinsamen Pool bereitgestellt werden, wie der Verband am Donnerstag auf einer Datenschutztagung in Berlin erläuterte. Externe Anbieter wie Versicherungen, Telematik-Dienste oder Zulieferer sollen die Daten dabei direkt von dem neutralen Server abrufen, ohne dass die Nutzung von den Herstellern kontrolliert wird. Dem VDA zufolge wollen auch andere deutsche Hersteller das Konzept umsetzen.

Ausschaltknopf für Datentransfer fehlt immer noch

Verbraucherschützer bemängeln jedoch, dass die Hersteller damit weiterhin die Kontrolle über die Daten behalten. So schlägt der VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) unter anderem vor, die Daten an ein unabhängiges Trustcenter zu übermitteln. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff forderte in einem am Freitag vorgestellten Papier (PDF) unter anderem, dass Fahrzeugnutzer technische Möglichkeiten benötigen, „um den Zugriff auf einzelne Datenkategorien im Fahrzeug selektiv zu gewähren oder zu entziehen, soweit keine rechtliche Bestimmung entgegensteht“. Zudem sollen sie bereits im Fahrzeug „sämtliche Informationen über die Verarbeitung personenbezogener Daten einsehen können, etwa über das Display des Armaturenbretts“.

Von diesen Empfehlungen ist das Cardata-Angebot noch weit entfernt. Allerdings ermöglicht es zumindest eine größere Transparenz und einen sichereren Zugriff für externe Anbieter. Völlig impraktikabel ist die Notwendigkeit, dass die Datenübertragung beim Händler deaktiviert werden muss. Der Ausschaltknopf für Datentransfers, wie vom ADAC gefordert, lässt weiter auf sich warten.

https://www.golem.de/news/cardata-bmw-ermoeglicht-externen-zugriff-auf-fahrzeugdaten-1706-128188.html

BMW setzt auf das Mietwagen-Startup Skurt


Der BMW-Turm in München. Der bayerische Autobauer engagiert sich mittlerweile auch stark in den USA. (Foto: Sven Hoppe / dpa)

Der deutsche Autobauer BMW beteiligt sich an einem Autolieferdienst namens Skurt. Es ist nicht das erste große Investment des Dax-Konzerns in den USA.

Ob Pizza, das neue Smartphone, den Schrank – fast alles können wir uns heute schon bis an die Haustür liefern lassen. Ein Startup aus den USA will diesen Service nun auch für Autos anbieten. Anders als bei gewöhnlichen Autovermietungen müssen die User nicht zu einem bestimmten Ort kommen, um den Leihwagen abzuholen. Das 2014 in Los Angeles gegründete Unternehmen Skurt bringt sie bis zum Standort des Nutzers.

Bestellen können Interessierte das Auto per Smartphone-App. Binnen 60 Minuten, so verspricht es Skurt, fährt ein Fahrer mit einem Auto vor. Dieser verschwindet, der User kann das Fahrzeug nutzen und wenn er fertig ist, meldet er sich wieder bei dem Unternehmen und das Auto wird von einem Fahrer abgeholt.


Das US-Startup Skurt hat sich den deutschen Autobauer BMW als Unterstützer gesichert. (Screenshot: Skurt)

Der Dienst ist bisher nur in den USA – in Los Angeles, San Diego und Miami – verfügbar. Das Unternehmen will das Angebot aber in den kommenden Monaten in weiteren Märkten ausrollen. Bisher habe das Unternehmen Zehntausende Autos vermietet, heißt es. Je nach Auto zahlen Interessierte 21 bis hin zu 59 US-Dollar am Tag. Die Summe beinhaltet eine freie Anzahl an Kilometern. Vier von fünf Skurt-Usern sind nach Firmenangaben Millennials. Die Autos stammen von Flottenbesitzern – von Herstellern bis hin zu traditionellen Mietwagen-Verleihern.

Mit seiner Idee hat das US-Startup nun auch den deutschen Autobauer BMW überzeugt. In einer Series-A-Runde, die am Dienstag bekannt wurde, sammelte das Jungunternehmen zehn Millionen Dollar ein. Angeführt wurde die Finanzierung vom Investor Upfront Ventures. BMW beteiligte sich im Rahmen eines strategischen Investments an dem Startup.

Skurt konkurriert mit Audi-Startup Silvercar

Für den bayerischen Autokonzern ist es nicht das erste Investment dieser Art. BMW hat sich bereits am Startup Nauto, das auf selbstfahrende Fahrzeuge setzt, am Flottenmanagementunternehmen Ridecell und an der Kollisionserkennungsfirma Zendrive beteiligt. Der Dax-Konzern hat zudem sein Investmentvehikel iVentures 2016 mit 500 Millionen Dollar ausgestattet. Das Geld soll in den kommenden zehn Jahren ebenfalls unter anderem in Beteiligungen fließen.

Mit seinem Investment in Skurt legt sich BMW übrigens indirekt mit dem Konkurrenten Audi an: Der zu Volkswagen gehörende Konzern hat 2016 ein ähnliches Startup finanziert, den On-Demand-Verleiher Silvercar. Bei diesem Unternehmen stammen alle Autos von einem Hersteller – Audi selbst. Ob BMW bei Skurt Ähnliches plant, ist nicht bekannt.

Wenn der Porsche die Tür für den Hacker öffnet – WELT

Ausgeschnitten aus: https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article162215265/Wenn-der-Porsche-die-Tuer-fuer-den-Hacker-oeffnet.html

 

Viele Autos der neuesten Generation, die über Mobilfunk permanent mit dem Internet verbunden sind, erlauben ihren Besitzern den Fahrzeugzugriff per App. Die Besitzer können nachsehen, wo der Wagen steht, können die Tankfüllung prüfen oder die Standheizung starten. Vor allem aber können sie die Autos per Smartphone öffnen.

Oftmals wird der Schlüssel nur noch für den Start des Motors benötigt – die Zentralverriegelung ist über die Online-Anbindung fernbedienbar. Die Hersteller nutzen das für intelligente Projekte wie etwa die Zusammenarbeit mit Paketdiensten – Audi erlaubt Paketzustellern der DHL den Zugriff auf den Kofferraum, um Pakete auszuliefern.

Doch ausgerechnet die Smartphone-Apps, die den Schlüssel der Fahrzeuge diverser Premiumhersteller ersetzen, sind nicht sicher vor Hackern, warnen Forscher des IT-Sicherheitsanbieters Kaspersky. In einer aktuellen Studie untersuchten sie, ob Hacker mit dem Smartphone auch gleich das gekoppelte Auto übernehmen können – und wurden überrascht. Sieben verschiedene Apps von Autoherstellern für das Mobil-Betriebssystem Android erwiesen sich im Test als nicht sicher. Im Extremfall konnten Hacker aus der Ferne die notwendigen Schlüsselcodes zum Öffnen des Fahrzeugs kopieren und auf ein eigenes Android-Gerät übertragen. Kaspersky nennt in seiner Studie keine Namen von Herstellern. Dank unzureichend verschleierter Screenshots wird jedoch sichtbar, dass unter anderen die Apps von Kia, Volvo und Porsche Gegenstand der Analyse waren.

Die Kaspersky-Forscher waren entsetzt, dass die App-Entwickler der Autokonzerne selbst einfache Regeln der Absicherung von Apps auf den Geräten nicht eingehalten hatten. Die Apps waren meist nicht gegen die sogenannte Dekompilierung geschützt. Hacker können den Programmcode also frei einsehen und Schwachstellen suchen. In allen Apps waren – von einer abgesehen – die Login-Daten der Nutzer nicht verschlüsselt abgelegt, so dass Angreifer die Daten einfach kopieren konnten. Fast alle Apps überprüften sich zudem nicht selbst auf Manipulationen. Täter konnten einfach einen eigenen Programmcode einfügen, um mit einer manipulierten Version der Apps auf Fahrzeuge zuzugreifen.

Die Folgen für die Besitzer sind nicht zu unterschätzen. Autoknacker können Fahrzeuge ohne Spuren und ungestört vom Lärm der Alarmanlage öffnen und haben dann Zugriff auf die Fahrzeugelektronik wie etwa Motorsteuergeräte. Versierte Knacker können dann etwa die Wegfahrsperre umgehen oder mit geklauten Diagnosegeräten der Hersteller neue Schlüssel anlernen.

Die Kaspersky-Forscher haben die Autohersteller über ihre Ergebnisse informiert und fordern dazu auf, die Apps besser gegen Manipulationen abzusichern. Insbesondere in der Android-Mobilumgebung sind Angriffe auf Smartphones relativ leicht. Viele Geräte werden nicht regelmäßig mit Updates versorgt, Sicherheitslücken bleiben lange bestehen. Kaspersky verweist die Autohersteller auf die Online-Banking-Apps. Banken und Finanzdienstleister mussten schon vor Jahren lernen, dass Smartphones keine sichere Programmumgebung bieten, und haben ihre Apps mit entsprechenden Programmiertechniken gegen Angreifer auf dem Smartphone gehärtet. „Für Auto-Connect-Apps müssen die selben hohen Sicherheitsstandards gelten“, fordern die Kaspersky-Wissenschaftler.

Mega-Deal: Intel beteiligt sich an HERE

Ausgeschnitten aus: https://www.mobilegeeks.de/news/intel-here-auotonome-autos/


Der US-amerikanische Chip-Hersteller Intel beteiligt sich mit einem Anteil von 15% am Dienst HERE. Damit holt das Unternehmen – eine Kooperation von Audi, BMW und Daimler – innerhalb von nur wenigen Tagen erneut einen wichtigen Kooperationspartner für die weitere Entwicklung an Bord. In der vergangenen Woche hatte man verkündet, dass sich mit NavInfo und Tencent zwei strategisch wichtige Partner für den chinesischen Markt bei HERE engagieren werden.

Intel soll bei HERE nicht nur als Investor einsteigen, sondern die weitere Entwicklung der Software-Architektur maßgeblich beeinflussen. Die Plattform für zukünftige autonome Fahrzeuge wird über Kameras und Sensoren die Umgebung eines Fahrzeugs in Echtzeit erfassen und die relevanten Daten an andere Autos und die Cloud übertragen. Dies erfordert nicht nur Rechenleistung, sondern auch eine reibungslose Kommunikation und Standardisierung der Architektur bei allen beteiligten Herstellern.

Ultimatives Ziel ist es, so früh wie möglich jede erdenkliche Verkehrssituation mit allen Parametern zu erkennen oder ggfls. sogar vorherzusagen. Auch Peugeot und Citroën hatten angekündigt, einen Teil ihrer autonomen Testflotte mit der Technologie von HERE zu bestücken.

Mit Intel gewinnt HERE einen mittlerweile sehr umtriebigen Partner. Im vergangenen Jahr hatten die Kalifornier eine Kooperation mit BMW und dem ehemaligen Tesla-Lieferanten Mobileye bekannt gegeben. Die Israelis hatten sich nach einem öffentlich ausgetragenen Streit und vielen gegenseitigen Schuldzuweisungen von Elon Musks Auto-Investment distanziert und angekündigt, keine neuen Kameras bzw. Sensoren für die kommenden Teslas liefern zu wollen.

Intel und BMW kennen sich zudem über die Zusammenarbeit beim DFKI, dem weltweit größten Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dem Fachbereich wird bei der Technologie eine tragende Rolle zukommen, immerhin müssen die zugrundeliegenden Systeme „intelligente“ Entscheidungsprozesse absolvieren.

 

HERE Maps – HD Live Map für autonome Fahrzeuge

In puncto Hardware scheint sich Intels Engagement bei HERE noch zu beschränken. Der Chiphersteller investiert aber massiv in den Bereich Internet of Things #IoT, der auch bei vollvernetzten Autos eine tragende Rolle spielen wird. Die Fahrzeuge sollen in der Lage sein, zusätzliche Dienste für ein Flottenmanagement oder sogenannte Location Based Services bereitzustellen. Auch hieran dürfte Intel enormes Interesse haben.

Der Abschluss der Transaktion der Eigentumsanteile ist für das erste Quartal 2017 geplant, sofern die zuständigen Kartell- und Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen. Über die Höhe des Kaufpreises ist nichts bekannt, rein rechnerisch müsste es sich um einen mittleren dreistelligen Millionebetrag handeln. Doug Davis, Senior Vice President und Leiter der Automated Driving Group (ADG) soll einen Platz im Aufsichtsrat von Here erhalten und die Maßnahmen leiten, die bei Intel den Bereich Autonome Autos betreffen.

Quelle: here.com