Lenkrad | Elektronik automotive


© Jaguar Land Rover

Alles, was ein Fahrer im Jahr 2040 noch benötigt ist ein (intelligentes) Lenkrad, wie »Sayer« von Jaguar Land Rover.

Statt einem eigenen Fahrzeug nennt der Fahrer in Zukunft nur noch ein Lenkrad sein eigen. Zumindest wenn es nach Jaguar Land Rover geht. Dazu hat der Automobilhersteller das intelligente Lenkrad der Zukunft namens »Sayer« vorgestellt.

Das per Spracheingabe gesteuerte Lenkrad »Sayer« arbeitet mit künstlicher Intelligenz und ist in der Lage hunderte verschiedener Aufgaben zu erfüllen, unter anderem natürlich das Steuern eines Autos. Im Jahr 2040 sieht das aber ein wenig anders aus als heutzutage. Dazu bestätigt Sayer die Mitgliedschaft seines Besitzers in einem Service Club, der ein exklusiv auf das Mitglied zugelassenes oder ein mit anderen Mitgliedern der Community gemeinsam genutztes Auto auf Anfrage zur Verfügung stellt. Mittels künstlicher Intelligenz und Sprachsteuerung wird das Lenkrad in erster Linie, die Fahrten planen. Sayers Besitzer muss dazu nur die Informationen zu einer geplanten Fahrt geben und das Lenkrad weckt den Fahrer oder sorgt dafür, dass das entsprechende Fahrzeug vor der Tür steht.

Logistisch gesehen, befindet sich das Lenkrad der Zukunft in der Wohnung seines Besitzers und kann neben den automobilen Lenkradfunktionen auch noch unterschiedliche Aufgaben im Haushalt erledigen.

Ausgeschnitten aus: http://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/assistenzsysteme/jaguar-land-rover-zeigt-intelligentes-lenkrad-145213.html

Advertisements

Werner knallhart: Wie mir DriveNow das Deutschland-Spiel versaute

Immer wieder gibt es beim BMW-Carsharer DriveNow Probleme bei der Abfahrt zu Beginn der Buchung. Nun hat mir die unzuverlässige Bord-Software sogar einen EM-Abend verdorben. Während andere Fußball guckten, saß ich genervt im knallheißen Linienbus.  

 

 

Ich sage es nicht gerne, denn ich bin eingefleischter Carsharing-Fan und -Vielnutzer. Ich habe Kundenkonten bei insgesamt vier Carsharern und außerdem beim Elektromotor-Rollersharer EMio. Aber: Wenn es hart auf hart kommt, kann man sich auf die Carsharing-Systeme einfach nicht richtig verlassen. Wer dringend zum Flughafen muss oder einen wichtigen Termin hat, sollte einen üppigen Zeitpuffer einplanen. Oder die U-Bahn nehmen. Oder vorher viel Wasser trinken, um später beim Tränenvergießen nicht zu vertrocknen. 

Immer die neuesten Autos fahren, immer einen Parkplatz finden und dabei Geld sparen: Mit dem BMW i3 und Elektrorollern steigt Carsharing auf in das nächste Spaßlevel. Selbst auf Dörfern geht es los. 

Es war der Abend des Deutschland-Spiels gegen Polen. Anpfiff 18 Uhr. Das gemeinsame Public Viewing mit Freunden und Kollegen auf einem Gartenfest mit einer riesigen Videowand unter schattigen Bäumen hatte das Potenzial zu meinem persönlichen EM-Highlight. Aber es kam anders. Mir geht gerade der Puls hoch. 

 

Ein Freund schlug mittags vor: „Hol mich doch um 17 Uhr 25 am Askanischen Platz mit einem Emio ab und wir fahren zusammen weiter.“ 

„Gute Idee.“ Um 17 Uhr öffnete ich die Emio-App. Ergebnis: Kein freier Elektromotor-Roller weit und breit. Typisch. Ich schrieb eine Vorwarnung: „Komme etwas später mit Auto. Kein Emio.“ 

Ich checkte die App von Car2Go, dem Daimler-Carsharing-Dienst. Ha! Da war ein Smart in Laufweite. Ich klickte auf Reservieren. Der Log-in-Bildschirm öffnete sich. Hä? Wieso um Himmels Willen war ich ausgeloggt? Ich dachte übrigens „um Himmels Willen“, weil ich das Passwort nicht mehr wusste. Deshalb! Ich kann schon meine eigene Telefonnummer auswendig und die meiner Eltern und die von der Feuerwehr. Mehr kann ich mir nun wirklich nicht merken. 

Ich klickte auf: Passwort vergessen. Die App stellte mir eine schicke E-Mail mit einem Link zum Zurücksetzen in Aussicht. Allein: Sie kam nie an. 

Ich klickte wieder auf „Passwort vergessen“. Und wieder und wieder. Keine Mail. Um vorzugreifen: Ich wartete insgesamt drei Tage auf die Mail. Vergeblich. Dann rief ich Car2go an. Die Auskunft: „Ja, über die App funktioniert das oftmals nicht.“ 

Aber am Fußball-Abend selber gab ich kurzerhand der Konkurrenz den Vorzug. In nicht mehr ganz so fußläufiger Entfernung stand ein BMW i3 von DriveNow. Schön elektrisch durch den Berliner Sommer cruisen – herrlich. In meiner Phantasie. 

In der Realität war es eben ein Elektroauto mit einem Bordcomputer mit DriveNow-Software. Wer die kennt, der gibt BMW verloren. 

Wobei: Die Reservierung per App funktionierte sofort. Ich marschierte los. Nach knapp zehn hurtigen Minuten mit wehenden Haaren erreichte ich um 17 Uhr 30 den BMW. Die App fragte mich, ob mir neue Schäden am Wagen auffallen würden. Ich sah keinen einzigen. Die App präsentierte mir dann eine ellenlange Liste bereits vorher gemeldeter Schäden, die ich nicht mehr zu melden brauchte. Jesses! 

Ich rieb mir die Augen, bückte mich herunter und suchte stichprobenartig einen angegeben Schaden. Wahrhaftig! Da war was! Im Gegenlicht der Sonne schimmerte ein haarfeiner Kratzer. Hätte ich die Liste sorgsam abgearbeitet, ich hätte bis zum Abpfiff gebraucht. 

Stattdessen vertraute ich auf mein Glück (nicht gemeldete Schäden des Vormieters werden im blödesten Fall mir als dem neuen Mieter angekreidet), ließ mich in den Sessel plumpsen und wollte gerade meine PIN im Bordcomputer eingeben, als ich sah: Der Computer wollte das nicht. Stattdessen pennte er rum. Irgendwas zwischen Standby und Absturz. Wahrlich nicht das erste Mal in meiner DriveNow-Karriere. War es diesmal mein Fehler? Ich schloss die Fahrertür. Lag es daran? Augenblicklich wurde es stickig und heiß und roch nach Auto. 

 

 

Der Bordcomputer tat immer noch keinem Mucks. Er zeigte nur das Logo vom i3 und das Logo von DriveNow. Hübsch. Am liebsten hätte ich laut befohlen: „Drive! NOW!“ 

Aber was sollten die Passanten denken? 

Ich öffnete die App auf meinem Telefon und sah: Die Reservierungszeit drohte abzulaufen. Der Countdown lief unerbittlich abwärts. Dabei saß ich doch schon drin! Noch knapp eine Minute. Dann würde der Wagen für andere buchbar sein. Was soll der verdammte Mist?, dachte ich. Für Schlaueres fehlte mir die Muße. Sollte mir gleich irgendein Fremder das Auto unter dem Hintern weg reservieren können? 24 Sekunden, 23, 22. Ich, ich, ich wusste nicht weiter, ich drückte alle möglichen Knöpfe, öffnete und schloss die Tür. Dann drückte ich voll heißer Panik auf meinem Telefon die Taste für die Verlängerung der Reservierung. Ab jetzt kostete es Geld. 

 

Ich rief die Hotline der Schadensmeldung an. „Ihre voraussichtliche Wartezeit beträgt acht Minuten.“ WHAT? Ich legte auf, wischte mir den Schweiß aus dem Gesicht und tippte per SMS an meinen Leidensgenossen: „Sorry, sitze im Auto. Nichts tut sich.“ 

 

„Kein Stress! Wo ist denn der Stau?“ 

„ICH STEHE NOCH AUF DEM PARKPLATZ!“ 

„Was? Guck mal auf die Uhr. Das Spiel beginnt in 18 Minuten.“ 

Nun, das wusste ich selber. Ui, ich fand eine Schadensmeldungs-Möglichkeit in der App. Ich gab das Autokennzeichen und klickte auf die Option „Bordcomputer reagiert nicht“. Sehr schön. Bald würde ich sicher einen Anruf bekommen. Ich drückte „senden“. Antwort: „Danke für Ihre Mithilfe.“ Och, sehr gerne. Und nu? 

Ich schlug mir den Anpfiff aus dem Kopf und wählte wieder die Hotline an. Prognostizierte Wartezeit: acht Minuten. Was blieb mir übrig? Nach zehn Sekunden war ein Mitarbeiter dran. Super, die Computer-Stimme hatte mich sicherlich auch schon vorher belogen. Der Mitarbeiter war so hilfsbereit wie hilflos. Ich sollte den Radioknopf dreißig Sekunden lang gedrückt halten und dann alle möglichen Tasten danach auch, bis ich tief, tief im Einstellungs-Menü des Computers versunken war. Dann hatte der Mann den entscheidenden Hinweis: „Das Auto ist kaputt.“ 

Leider stand im näheren Umkreis aber auch kein anderes DriveNow-Auto zur Verfügung. 

…nicht zunehmen (volle Ablehnung), denkt über die Hälfte (51 Prozent) der befragten Fuhrparkmanager. 

„Herrgott, dann springe ich jetzt eben ins Taxi. Ich hoffe, das bezahlen Sie mir.“ 

„Ich kann Ihnen nur anbieten, das Ticket für Bus und Bahn zu erstatten.“ 

„Wenn ich Bus hätte fahren wollen, hätte ich doch kein Auto gebucht. Ich habe keine Zeit mehr. Was können Sie mir denn bitte noch anbieten?“ 

„Tut mir leid. Nur noch ein anderes DriveNow-Fahrzeug.“ 

„Aber hier in der Gegend ist doch keins!“ 

„Stimmt.“ 

„Ich muss jetzt los. Und es wäre sehr nett, wenn Sie mir wenigstens nicht die kostenpflichtige Reservierung berechnen würden.“ 

Wir verabschiedeten uns mit minimalem Zeit- und Höflichkeitsaufwand. Der Mann hatte zwar sein Bestes gegeben. Aber hier herrschte schon die Maschine über den Menschen. 

Es war auch kein Taxi zu kriegen so kurz vor dem Spiel. Um 18 Uhr 05 stieg ich in den Bus. Mein Kollege stieg später schmallippig zu, sein Blick starr auf dem Fußball-Livestream auf dem Handy. 

Kurz darauf erreichte mich eine E-Mail von DriveNow. Oho, wie würde man jetzt wohl zu Kreuze kriechen nach dieser Blamage? 

„Hallo Marcus, vielen Dank, dass du DriveNow genutzt hast. Für die Reservierung des Fahrzeugs stellen wir dir 1,80 EUR in Rechnung.“ 

Ist das das bejubelte neue „automatisierte Fahren“, bei dem die deutsche Industrie führend ist? Ich schrieb eine Mail zurück – aus Kundensicht. Denn es ging hier nicht nur um die Zukunft unserer Leitindustrie. Es ging ums Prinzip! 

Die Antwort: Ein freundlich-devoter Text und 40 geschenkte Fahrminuten. Das entspricht rund 15 Euro (kostet DriveNow aber natürlich weniger). 15 Euro für einen versauten Fußballabend. Wäre ich jetzt ein Hardcore-Fußballfan, ich würde wohl bis vor den Bundesgerichtshof ziehen. Oder noch höher! 

So aber tröstete ich mich damit, wie ich es immer tat, wenn ich etwas nicht ändern konnte. Ich freute mich, gesund zu sein. Und ich nahm mir vor, bei wichtigen Terminen zukünftig wieder mehr mit meinem Fahrrad zu fahren. Dessen Wegfahrsperre entriegele ich statt per App mit einem kleinen Dings namens Schlüssel. Und meine Freiminuten da sind unerschöpflich. 

Ausgeschnitten aus: http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/werner-knallhart-wie-mir-drivenow-das-deutschland-spiel-versaute/13800394-all.html 

Fahrerloses Shuttlesystem vorgestellt

Lucas Matney stellt die Firma Auro vor, die auf ersten Universitätsgeländen in den USA fahrerlose Shuttle-Dienste betreibt: „Die Firma plant auch eine Expansion in andere Märkte wie Vergnügungsparks, Altenheime und kleine Inseln. Diese schmalen und begrenzten Umgebungen hat die Firma gewählt, weil sie von Privatgesellschaften kontrolliert werden und darum nicht den strengen Regierungsregeln unterliegen, mit denen die fahrerlosen Autos von google und anderen Firmen kämpfen müssen.“ Siehe unten

 

Auro Robotics (YC S15) Is Testing A Driverless Shuttle System On College Campuses | TechCrunch

Friday, August 14, 2015

10:10 AM


College students may soon be taking autonomous shuttles from class to class and wherever else they need to go on campus.

YC-backed Auro Robotics is currently testing their driverless shuttle system at several universities, and is actually beginning to deploy shuttles on the campus of Santa Clara University.

The company is also planning to expand to other markets like amusement parks, retirement communities and small islands, with some projects in those spaces already set to take off „in the later part of this year.“

Auro has chosen to focus on these small, contained environments largely because they are controlled by private corporations, and thus are not subject to the heavy government regulation that Google and other companies are stuck behind with their driverless cars.


Current shuttle prototype from Auro Robotics, founded by Nalin Gupta, Jit Ray Chowdhury and Srinivas Reddy.

„The unique advantage this strategy gives us is that we are able to mobilize the shuttles now instead of waiting for the next five or ten years for laws to get through,“ Auro Robotics CEO Nalin Gupta said.

Gupta told me that the main challenge in designing an autonomous vehicle for these sort of areas is building one that can smartly and safely navigate heavy pedestrian traffic, something he said their team has been finessing for some time now.

The team actually creates a three-dimensional map of the environments that they’re deploying the shuttles in, so that the vehicles can be as responsive and aware of their surroundings as possible.

With so many unique factors to account for, efficiency is really of the essence to the group as it hopes to break out and really become one of the dominant players in the autonomous shuttle space. Gupta and his team are rapidly making improvements to the components of their vehicles to make them as intelligent as possible. The group has relied on several third-party technologies such as Polysync to reduce the time it takes them to get their vehicles out on the market.

The company is currently working on two separate models of their shuttles, so that, depending on the needs of the area, the vehicles can either follow a closed-loop route with pre-defined stops or could be called on-demand to pick up a user and drop them off at a location that they define.

Driverless cars may be a bit off from hitting mainstream, but it seems the campus of the future is already on its way.

Ausgeschnitten aus: http://techcrunch.com/2015/08/13/auro-robotics-yc-s15-is-building-a-driverless-shuttle-system-for-college-campuses/

Schadenidentikationssystem KESS

Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka testet das Schadenidentifikationssystem KESS


(v.l.) Prof. Dr. Johanna Wanka, Sergei Gontscharov, Prof. Dr. Karl-Ludwig Krieger

Auf der Hannover Messe stellt die Forschergruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ der Universität Bremen das Schadenidentifikationssystem KESS (Konfigurierbares elektronisches Schadenidentifikationssystem) einem breiten Fachpublikum vor. Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) (Halle 2, Stand B22) kann das KESS-System noch bis zum 17. April 2015 an einer Fahrzeugkarosserie von den Besuchern persönlich getestet werden.

Als erste konnte sich Bundesministerin Professorin Johanna Wanka von der Funktionsfähigkeit des KESS-Systems anlässlich ihres Besuches am 13. April 2015 auf der Hannover Messe überzeugen. Professor Karl-Ludwig Krieger und Diplomingenieur Sergei Gontscharov von der Universität Bremen erläuterten ihr das technische Konzept und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten eines solchen Schadenidentifikationssystems für neue Mobilitätslösungen, wie beispielsweise CarSharing oder Car-on-Demand.

Das KESS-System erkennt Bagatellschäden an Karosserien von Fahrzeugen. Das technische Grundprinzip des Systems basiert auf der Überwachung des Körperschalls mit Hilfe des im Rahmen des Forschungsprojektes KESS entwickelten Sensorsystems. Dieses neuartige elektronische Sensorsystem erfasst die Körperschallsignale und wertet diese mittels spezifischer Algorithmen in Echtzeit aus. Das Sensorsystem kann dabei zwischen verschiedenen Schadenarten unterscheiden wie beispielsweise Dellen oder Verschrammungen und liefert ebenso Aussagen über die Schadenschwere an der Karosserie. Gegenwärtig wird das System im Rahmen eines Feldversuchs mit vier Fahrzeugen aus der Flotte des beteiligten CarSharing-Unternehmens getestet und hinsichtlich seiner Alltagstauglichkeit bewertet.

Das KESS-System wurde im Rahmen des BMBF-Förderprogramms „KMU-Innovativ“ im Partnerverbund gemeinsam mit den Firmen Hella Fahrzeugkomponenten GmbH, Berger Elektronik GmbH, cambio Mobilitätsservice GmbH & Co. KG sowie der Forschergruppe „Elektronische Fahrzeugsysteme“ der Universität Bremen entwickelt. 

 

Nachrichten – DIE WELT

Autos werden immer sensibler. Künftig bemerken sie sogar, wenn ihnen jemand einen Kratzer in den Lack oder eine Beule ins Blech macht.


Bei Mietwagen oder Carsharing-Autos sorgen kleine Dellen oder Kratzer immer wieder für Ärger zwischen Nutzer und Halter. Ein intelligenter Schadensensor des Zulieferers Hella soll Streit künftig gar nicht erst aufkommen lassen. Das System versetzt das Auto in die Lage, kleine Schäden selbstständig zu registrieren und Informationen zu ihrer Entstehung zu speichern.

WERBUNG


Beulen, Dellen und Kratzer erzeugen in der Karosserie des Wagens jeweils charakteristische Schallwellen. Diese werden von haudünnen piezoelektrischen Sensorfolien aufgenommen, die an die Innenseite der Karosserie geklebt werden. Die Daten werden anschließend mit Zeit- und Ortsangaben vom Fahrzeug gespeichert und per SMS an den Halter gesendet. Ist das Auto mit Kameras ausgestattet, könnte der Akt der Beschädigung auch zusätzlich im Bild festgehalten werden. Außer für Mietwagenunternehmen und Carsharing-Anbieter wären derartige Informationen auch für Leasinggeber, Betreiber von Firmenwagenflotten oder Versicherungen interessant.


Der Blechschaden-Sensor befindet sich seit Anfang des Jahrzehnts in der Entwicklung. Serienreif könnte er ab 2018 sein.

Mietwagen: WLAN im Auto ist Fahrern wichtiger als Sicherheit – DIE WELT

Fahrerlose Autos, eingebaute Kaffeemaschinen und schwimmfähige Fahrzeuge – doch wenn Kunden wählen dürften, stünde die Internetverbindung an erster Stelle. So sieht der Mietwagen der Zukunft aus.


Internetanschluss, Kaffeemaschine, Solarpanel? Welches technologische Zubehör darf es denn an Bord eines Mietwagens sein? Foto: Infografik Die Welt

Die Mietwagenbranche ist, was die Veröffentlichung von Zahlen angeht, sehr verschwiegen, niemand hat eine gesicherte Gesamtsicht. „Aus verschiedenen Berechnungsmodellen würde ich schätzen, dass von Deutschen pro Jahr weltweit 40 bis 55 Millionen Mietwagen-Tage gebucht werden“ sagt Frieder Bechtel vom Preisvergleichsportal billiger-mietwagen.de gegenüber der „Welt“.

Bei einer angenommenen Durchschnittsmietzeit von sieben Tagen, „ergäbe das zwischen 5,7 und 7,8 Millionen Buchungen pro Jahr“, so Bechtel. Hinzu kommt noch der gesamte Geschäftsreisebereich.

Doch was ist den Mietern bei der Buchung am wichtigsten – der Preis, die Modellvielfalt, das Renommee des Anbieters? „Leider entscheiden die meisten Kunden zuerst nach dem Preis, was manchmal fatale Folgen für die Erfahrung vor Ort haben kann“, sagt Mietwagen-Experte Bechtel. „Auf Platz zwei kommen dann Qualität beziehungsweise Renommee des Anbieters und rein logistische Gründe – also: kann der Anbieter meine Wünsche in Bezug auf Abholort, Einwegmiete, Hotelzustellung möglichst genau erfüllen?“

Was sich Urlauber vom Mietwagen der Zukunft erhoffen

Doch welche Wünsche haben Reisende, die einen Wagen mieten wollen, was erwarten sie von zukünftigen Modellen?

Wir beziehen Ökostrom, kaufen teure Bio-Lebensmittel, trennen unbeirrt unseren Müll und fahren immer häufiger mit dem Rad zur Arbeit. Es scheint, als seien wir auf dem Weg zum Nachhaltigkeitsweltmeister. Aber wenn wir gefragt werden, welche neuen Technologien wir uns denn bei einem Mietwagen wünschen, setzen nur 13 Prozent der Deutschen einen Haken bei „Solarauto“, also einem Mietwagen, der Sonnenenergie als Treibstoff nutzt.

Zum Vergleich: Bei den befragten Amerikanern und Australiern wünscht sich hingegen jeweils ein Viertel das Angebot eines solarbetriebenen Leihautos. Und spanische Kunden zeigen noch mehr Umweltbewusstsein und votieren beinahe zur Hälfte (48 Prozent) für CO2-neutrale Sonnenkollektorenmobile.

Das irische Technologieunternehmen Cartrawler hat in seiner groß angelegten internationalen Umfrage „Die Zukunft der Autovermietung“ unter anderem erfragt, welche Ausstattung ein Mietwagen künftig haben sollte. Autonomes Fahren, also fahrerlose Autos, die einen an das gewünschte Ziel bringen? Eingebaute virtuelle Reiseführer? Eine im Innenraum eingebaute Kaffeemaschine? Oder eben Fahrzeuge mit Solarantrieb?

Angesichts der häufig sehr schwierigen Parkplatzsituation in ihren Ländern wäre bei der französischen und spanischen Kundschaft jenes fahrerlose Auto interessant, das eine Parklücke lokalisieren und dort selbsttätig parken kann – und dem Fahrer dann eine Nachricht mit dem Standort schickt.

Wie wär’s mit einem Amphibienfahrzeug?

Die Nachfrage nach dem schwimmfähigen Auto wäre am größten bei den Australiern, während sich die britischen Kunden für die Idee eines großen Familienwagens begeistern konnten, der ein extra Mini-Auto für den Stadtverkehr enthält. Wenn es um Neuheiten zum kulinarischen Wohl der Insassen geht, wären elf Prozent der Franzosen an der eingebauten Kaffeemaschine interessiert – der höchste Prozentsatz, der bei der Befragung diese Meinung vertrat.

Trotz all dieser attraktiven, fantasievollen technologischen Fortschritte haben Sicherheit und Vernetzung bei allen befragten Nationalitäten die höchste Priorität. So erhielt WLAN durchschnittlich 58 Prozent der Stimmen, gefolgt von crashsicheren Autos (55 Prozent). Spaniern ist die drahtlose Internetverbindung gar zu 71 Prozent wichtig.

Für einen eingebauten virtuellen Tour-Guide stimmten 32 Prozent, Monitore, die den Gesundheitszustand der Fahrzeuginsassen messen und darstellen, begeistern 20 Prozent, und eingebaute „Smart Cameras“, die das Posten in Social-Media-Kanälen übernehmen, finden 16 Prozent wichtig.

Kunden wollen mehr Flexibilität nach der Buchung

Doch nicht nur nach der Ausstattung von Mietwagen wurde gefragt. Neben der Hardware zählt zu einem guten Buchungserlebnis auch die Software – der Service. Und so wurde ermittelt, welche Verbesserungen sich Mieter für die Zukunft wünschen würden. Die große Mehrheit (62 Prozent) wünscht sich die Flexibilität, den Abgabeort, das Datum oder die Zeit ohne Extrakosten ändern zu können, nachdem man den Mietwagen übernommen hat.

42 Prozent würden es begrüßen, wenn man – unter Auslassen des Firmencounters – direkt zu seinem Fahrzeug gehen könnte. Auf den ganzen Papierkram würden am liebsten 40 Prozent verzichten, und 22 Prozent regen an, einen Discount zu erhalten, wenn sie das Fahrzeug innen und außen gereinigt zurückbringen.

Je 21 Prozent der Stimmen fielen darauf, statt eines herkömmlichen Autoschlüssels das Smartphone, Tablet oder eine Smartwatch zum Öffnen und Starten des Autos zu verwenden, beziehungsweise darauf, dass einem der Mietwagen ins Hotel gebracht und dort auch erklärt wird.

Elf Prozent finden den Gedanken reizvoll, sich mit einer 3-D-Brille einen Eindruck vom Auto, aber auch von der Mietwagenstation zu verschaffen, bevor man bucht.

© WeltN24 GmbH 2015. Alle Rechte vorbehalten


Ausgeschnitten aus: http://www.welt.de/reise/article142322524/WLAN-im-Auto-ist-Fahrern-wichtiger-als-Sicherheit.html

Freitag, Juni 12, 2015 9:27

Berliner Start-up Emio: Erster Sharing-Dienst für Elektroroller

1:36


Das Emio-Trio: Hauke Feldvoss, Valerian Seither und Alexander Meiritz (v.l.).
 Foto: Emio

Das Schöneberger Start-up Emio will in Berlin Deutschlands ersten Sharing-Dienst für Elektroroller an den Start bringen. Schon im Mai soll es mit 200 Strom-Scootern losgehen. Die Konkurrenz ist alarmiert.

Angefangen hatte alles im Frühling vergangenen Jahres. Die angehenden Wirtschaftsingenieure Alexander Meiritz, Hauke Feldvoss und Valerian Seither sitzen zusammen auf dem Tempelhofer Feld, später wollen sie noch nach Neukölln zu einer Party. Aber wie? ÖPNV ist ihnen zu umständlich und auf Carsharing samt Parkplatzsuche haben sie keine Lust.

Ein Motorroller wäre nicht schlecht, so der kollektive Gedanke, aus dem sehr bald eine Geschäftsidee und schließlich ein Businessplan werden sollte. Inzwischen ist Deutschlands erstes Sharing-Angebot für Elektroroller auf der Zielgeraden. In Kürze beginnt die Testphase und im Mai sollen 200 leuchtend rote Strom-Scooter das Berliner Stadtbild verändern. Rock ‘n‘Roll geht auch ohne Musik.

Für die drei Mittzwanziger, die mit ihrem Vorhaben inzwischen einen europaweiten Ideenwettbewerb gewonnen und das Unternehmen Emio-Sharing gegründet haben, ist der minutenweise Roller-Verleih der nächste logische Schritt nach dem Call-a-Bike-Programm der Bahn und Kurzzeit-Autovermietungen wie Car2go und Drivenow. Und im Grunde ist der Roller sogar das Fortbewegungsmittel, für das Sharing hätte erfunden werden müssen, wenn es das nicht schon gäbe. Nutzen statt besitzen. Das ist der Kern der Elektroscooter-für-alle-Idee. Der 28-jährige Valerian Seither jedenfalls glaubt fest an den Erfolg: „Berlin hat darauf gewartet.“

19 Cent pro Minute

Die 200 Roller von Emio werden innerhalb des Stadtrings zur Verfügung stehen, und die Nutzung wird sich nicht von der des Carsharings unterscheiden. Wer Lust auf Roller hat, kann per Smartphone-App erfahren, wo der nächste Scooter wartet. Dort wird per Handy die Box auf dem Roller geöffnet, in der sich zwei Helme sowie der Schlüssel befinden. Aufsitzen, am rechten Griff drehen, los geht’s. Kein Schalten, kein Kuppeln, kein Krach, kein Gestank, kein Öl. Tempo 45 ist möglich. Ein Pkw-Führerschein reicht. Gezahlt wird wahlweise pro Minute (19 Cent) oder Kilometer (45 Cent). Ist der Scooterpilot am Ziel, stellt er den Roller einfach ab, legt Helme und Schlüssel in die Box auf dem Scooter und verabschiedet sich per Handy und App.


Damit hat das Emio-Trio inzwischen auch die Konkurrenz alarmiert. Denn wenngleich das Berliner Start-up dem Stromscooter-Sharing zur Deutschland-Premiere verhilft, erfunden wurde es in den USA. 2012 ging in San Francisco der Elektroroller-Verleih Scoot Networks an den Start. In Barcelona offeriert Motit seit 2013 einsitzige Strom-Scooter zum Minutenpreis, und in Deutschland haben die Hamburger Tino Hoffrichter und Jaan Hofmann das Potenzial des Roller-Teilens zuerst entdeckt. Im Sommer 2014 gründeten sie mit 15 klassischen Benzin-Vespas die Firma Jaano, die mittlerweile 100 Scooter verwaltet.

Doch schon ist Hamburg nicht genug. Co-Gründer Hoffrichter hat zwar mit dem Abschluss seines Psychologie-Studiums gut zu tun, aber offenbar noch genug Energie für aggressive Expansionspläne. Jaano soll in weiteren Städten etabliert werden. „Es muss schnell gehen“, sagt der 25-Jährige. „Wer zuerst da ist, kann den Markt beherrschen.“ Dass es dabei vor allem um die Dreieinhalb-Millionen-Metropole Berlin samt ihrer jährlich fast 30 Millionen Besucher gehen muss, liegt auf der Hand. Bestätigen will man das bei Jaano nicht, wer aber im Handelsregister des Charlottenburger Amtsgerichts sucht, wird unter der Nummer 162.631 bereits eine Firma namens Jaano Berlin GmbH finden. Gegenstand: Vermietung von Motorrollern.

Nachhaltig verändern

Für das Berliner Trio könnte die Elektrifizierung ihrer Sharing-Flotte von Vorteil sein, allerdings sind sie auch Überzeugungstäter und nicht ohne Grund in das Förderprogramm des klimaschutzorientierten Start-up-Inkubators Climate KIC aufgenommen worden. Die drei wollen Mobilität in der Großstadt nachhaltig verändern. „Es macht doch keinen Sinn, mit einem neuen Mobilitätsangebot zu kommen und dann noch mehr Verbrenner auf die Straßen zu stellen“, sagt Hauke Feldvoss.

Die Elektroroller liefert das Unternehmen Emco aus dem niedersächsischen Lingen. Zwar steckt eigene Entwicklungsarbeit in den Fahrzeugen, gefertigt werden sie allerdings in China. Zwei herausnehmbare Akkus ermöglichen eine Reichweite von etwa 100 Kilometern. Die Ladezustände aller Roller werden zentral überwacht. Geht einem der Saft aus, werden die Akkus von einem mobilen Serviceteam ausgetauscht. Ende 2017 soll Emio schwarze Zahlen schreiben. Dann haben sie 15.000 registrierte Nutzer.

Den Dreien ist es ernst. Mit eigenen Ersparnissen und der Hilfe von Familien und Freunden haben sie bislang rund 60.000 Euro investiert. Vor allem aber ist die Start-up-Gründung keine Notlösung, sondern ihre Vision. „Wenn wir alles richtig machen, wird Elektroroller-Sharing in ein paar Jahren in ganz Europa so selbstverständlich sein wie Würstchenbuden, und Emio wird auf den Rollern stehen“, sagt Valerian Seiher. Dafür haben die drei TU-Absolventen feste Jobs abgelehnt. Meiritz und Seither hatten lukrative Angebote von namhaften Beratungsunternehmen und Feldvoss sogar einen unterschriebenen Vertrag mit einem IT-Unternehmen in Kalifornien in der Tasche. Der 27-Jährige hat sich entschieden. Schöneberg statt Palo Alto. „Berlin ist ja auch nicht schlecht, und Kalifornien geht immer noch“, sagt Hauke Feldvoss. Emio habe noch viel vor.

Ausgeschnitten aus: http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/berliner-start-up-emio-erster-sharing-dienst-fuer-elektroroller,10808230,29895692.html

Eine Industrie im Wandel – Wie Autovermietung der „Mobilität der Zukunft“ begegnet »

Dies ist ein Gastartikel von Jan Beiten aus der Internet-Seite www.zukunft-mobilitaet.net Jan Beiten leitet seit 2013 die Abteilung „Innovative Mobilitätslösungen“ bei Europcar International. 

Viele Analysten und Zukunftsforscher prognostizieren, dass in Zukunft automobile Mobilität durch die Kunden primär bei Bedarf genutzt und nicht mehr persönlich vorgehalten wird, ein Wechsel zur sogenannten „Mobility on Demand„. Das Automobil als einer der heute wichtigsten Verkehrsträger wird mit mehr als 60 Millionen Einheiten naturgemäß besonders betroffen sein. Nun gibt es mit den Autovermietern eine Gruppe von Anbietern, die dieses Geschäftsmodell schon seit gut 100 Jahren betreiben. Heute ein Geschäft von ungefähr zwei Milliarden Euro und ungefähr hunderttausend Fahrzeugen in Deutschland, wird der Markt im Wesentlichen zwischen den führenden Anbietern Avis, Enterprise, Europcar, Hertz und Sixt5 aufgeteilt. Wie also begegnet diese Industrie der Veränderung?

Ein Blick in die Vergangenheit hilft zu verstehen, wie historisch gefestigt das heutige Geschäftsmodell der Autovermieter ist. Die Ansätze reichen zurück bis 1904, als erste Anbieter den, auch damals gemessen am Bruttomonatseinkommen, wertvollen Gegenstand Automobil zur Vermietung anboten. Joe Saunders war einer dieser Pioniere, der den bis heute gültigen Kern der meisten großen Autovermieter entscheidend geprägt hat7:

  • Er baute sein Netzwerk mit dem Fokus auf Verkehrsknotenpunkte. Auch heute erwirtschaften bis auf einige wenige spezialisierte Anbieter (zum Beispiel Sonderfahrzeuge, Unfallersatz) alle großen Anbieter einen Großteil Ihrer Umsätze an Verkehrsknotenpunkten wie Flughafenstationen5.
  • Er legte das bis heutige gültige Preismodell fest als Mischung einer Zeitkomponente, einer Kilometerkomponente und verschiedener Zusatzkomponenten.
  • Er suchte nach Möglichkeiten, um den zu vermietenden Gegenstand günstig bereitstellen zu können; zu diesem Zwecke schloss er eine strategische Partnerschaft mit Chrysler. Bis heute ist die symbiotische Beziehung zu den Autoherstellern zentral, durch die die Vermieter günstig Fahrzeuge erhalten und die Autohersteller den Gebrauchtwagenmarkt gezielt steuern können.

Heute steht die Autovermietung vor einer neuen Herausforderung. Beispielhaft sagen einen signifikanten Anstieg des Marktvolumens in den kommenden Jahren insbesondere in den urbanen Ballungszentren voraus. Die Haupttreiber hierfür sind in einigen übergeordneten Entwicklungen, häufig Megatrends genannt, zu sehen. Als die Wichtigsten für diesen Markt werden im Allgemeinen Technologieentwicklungen, soziodemografische Veränderungen sowie Veränderungen in den individuellen Wertvorstellungen angenommen.9

Die Anforderungen der Kunden ändern sich dementsprechend. Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt sicherlich nicht gesagt werden kann, wie das zukünftige automobile Vermietprodukt aussehen wird, sind aus meiner Sicht fünf Faktoren von zentraler Bedeutung:

  • Flexibilität: Der Kunde muss sich, wie heute bei seinem eigenen Auto, entscheiden können, wann und wie lange er das Produkt nutzen will.
  • Simplizität: Das Produkt muss einfach zugänglich und verständlich sein.
  • Transparenz: Grundpreis und Zusatzkosten müssen jederzeit vom Kunden nachvollzogen werden können.
  • Zugänglichkeit: Das gewählte Produkt muss immer (zeitliche Komponente) und überall (räumliche Komponente) verfügbar sein.
  • Umweltbewusstsein: Obwohl häufig hinterfragt, ist das Umweltbewusstsein zumindest einiger Kundengruppen sicherlich nicht das einzige, wohl aber eines der Auswahlkriterien unter den bestehenden Anbietern.

Gemessen an dem bestehenden Geschäftsmodell bedeutet dies einige radikale Veränderungen für das Geschäftsmodell der Autovermieter. Der Fokus auf Verkehrsknotenpunkte muss zumindest teilweise aufgegeben werden, da die Reisekette im Allgemeinen nicht an diesen endet. Ein Halten des Fahrzeugs während der gesamten Zeit am Ziel ist nicht zweckmäßig, da dies die Auslastung und damit verbunden die Kosten insbesondere bei längeren Aufenthalten negativ beeinflussen würde; auch bisherige Lösungen wie Zustellung oder Abholung von Fahrzeugen sind zu kostenintensiv. Eine Antwort versuchen die sogenannten Free-Floating Car Sharing Anbieter wie car2go oder drivenow zu geben, sind aber in kleineren Städten oder gar in ländlichen Räumen durch die großen Distanzen und die niedrige Auslastung nicht oder nur sehr begrenzt darstellbar. Autonome Fahrzeuge, die den nächsten Kunden selbstständig anfahren, könnten eine Lösung sein, sind jedoch voraussichtlich in größeren Stückzahlen nicht in den nächsten zehn Jahren verfügbar, die Unterstützung durch eine intelligente Infrastruktur ist noch gar nicht absehbar.

Wahrscheinlich werden Plattformen, die intermodale Mobilitätsketten ermitteln und vermitteln, eine erhebliche Bedeutung gewinnen. Individuelle Verkehrsmittel wie Auto und Fahrrad werden dabei insbesondere bei längeren Distanzen die erste beziehungsweise letzte Meile der Distanz abdecken, geteilte Verkehrsmittel wie Bahn und Flugzeug die Langdistanzen. Hierfür muss auf Seiten der Autovermieter die Preis- und Produktgestaltung grundlegend überdacht werden. Heute zentrale Preisbestandteile wie Versicherungspakete, zahlreiche Fahrzeugkategorien und weitere Optionen erzeugen teilweise hohen Erklärungsbedarf; eine Darstellung in Verkehrsketten ist komplex. In einem ersten Schritt zwingt diese Entwicklung die Vermieter zu einfachen Preismodellen, die eine einfachere Integration erlauben. Langfristig muss allerdings das Produkt als solches in seiner Darstellbarkeit deutlich vereinfacht werden, die Nutzung von bis zu sechzig verschiedenen Fahrzeugkategorien mit diversen Zusatzoptionen ist in solchen Kanälen nicht vermittelbar. Erste Versuche gehen dahin, nur wenige vom Kunden häufig gemietete Fahrzeugkategorien mit einer minimalen Anzahl von Zusatzoptionen zu nutzen.

Gleichzeitig wird auch der Preisdruck weiter steigen; schon heute sind sogenannte Mietwagenbroker, wie beispielsweise Cartrawler oder Auto Europe, in einigen Ländern zentrale Absatzkanäle für die Mietwagenanbieter.5 Diese besitzen selber keine Fahrzeuge, sondern vermitteln Fahrzeuge von bestehenden Autovermietern, die häufig noch durch Versicherungsprodukte des Brokers ergänzt werden. Letztlich werden die meisten Mobilitätsplattformen mehrere Anbieter vorhalten und damit ebenfalls Broker werden. Vorteile für den Kunden sind die durch die Vielzahl von Anbietern gegebene hohe Verfügbarkeit, sowie die direkte Preisvergleichsmöglichkeit bei komplexeren Prozessen bei der eigentlichen Anmietung, da diese meist durch ein Gutscheinsystem dargestellt werden muss. Für den Autovermieter bedeutet dies allerdings, dass eine Vermittlungsprovision in den Preis einkalkuliert werden muss. Zusätzlich sinkt auch die Markenbindung des einzelnen Kunden, da er Kunde der Plattform und nicht des Anbieters ist.

Schließlich ist genau zu hinterfragen, in wie weit sich die Beziehungen zu den Automobilherstellern vor dem Hintergrund der Technologisierung und teilweise eintretenden Wettbewerbssituation aufrechterhalten lassen.

Darüber hinaus betreffen die Veränderungen einige Punkte, in denen die Autovermieter auch in der Vergangenheit schon Kundentrends aufgenommen haben. Über die Jahre hat sich die Zusammensetzung zwischen Privat- und Geschäftskunden immer wieder verändert; während kurz vor und nach dem zweiten Weltkrieg Privatmieten das überwiegende Geschäftsvolumen ausmachten6, sind für den deutschen Markt heute die Firmenkunden für einen überwiegenden Anteil des Umsatzes verantwortlich.5 Heute entsteht eine neue Kundengruppe, die Privat- und Geschäftsleben deutlich weniger trennt. Die angebotenen Fahrzeugklassen werden folglich wie auch in der Vergangenheit den Hauptnutzungszwecken und Vorlieben der Kunden weiter angepasst werden; das klassische Nutzungsverhalten eines Wochenendausfluges mit dem Kleinwagen, die Ferienreise mit einem großen Kombi, der Umzug mit einem Lastwagen und die Geschäftsreise mit der Limousine ist damit immer weniger gesetzt. Vor allem in urbanen Räumen gibt es heute schon eine Kundengruppe, die sich genau das passende Fahrzeug für den aktuellen Nutzungsanlass auswählen. Ob und wie dieses Verhalten den Fahrzeugmix nachhaltig verändern wird, ist allerdings noch nicht endgültig abzusehen, auch da die Vermieter noch stärker lernen müssen, mit stark schwankenden Fahrzeuganforderungen beispielsweise in Ferienzeiten umzugehen. Funktionale Autos mit einem breiten Einsatzzweck und spezielle Fahrzeuge für die Autovermietung könnten hier langfristig Abhilfe schaffen.

Neue Wettbewerber sehen all diese Herausforderungen der etablierten Anbieter und versuchen diesen mit eigenen Produkten zu begegnen. Start-Ups aus dem Bereich der Sharing Economy wie Tamyca13 oder Flightcar, aber auch aus eher klassischen Bereichen wie beispielsweise flughafenbasierter Vermietung wie Silvercar oder fast klassisches Car Sharing wie Citeecar versuchen durch Betonung verschiedener Wettbewerbsvorteile wie Einfachheit, Kosten oder Zugänglichkeit auf dem Mobilitätsmarkt zu wachsen.

Die Automobilhersteller versuchen sich als Serviceanbieter mit Konzepten wie quicar, car2go, Multicity oder Share-Your-Fleet zu etablieren. Einige Analysten und Zukunftsforscher sagen gar komplette Geschäftsmodellwechsel voraus. Einen ähnlichen Weg, allerdings weniger im Scheinwerferlicht, gehen einige Leasingunternehmen, die im Geschäftskundensegment Vermietangebote für Ihre Kunden gestalten. Schließlich versuchen verschiedene Anbieter des öffentlichen Personennahverkehrs, wie beispielsweise die DB oder SNCF, vollständige Wegeketten selbst oder durch Partner aufzubauen.

Die durch die neuen Wettbewerber angebotenen Produkte sind häufig sehr spezialisiert. Beispielsweise car2go Black ist ein stationsbasiertes Car Sharing Produkt mit einem einzigen Fahrzeugtyp (Mercedes B-Klasse) und nur einer geringen Anzahl Aufpreis pflichtiger Optionen. Dieses Produkt könnte auch für eine Mobilitätsplattform durch vielfältigere Wahl der Start- und Zielpunkte einfacher darstellbar sein.

Dies alles führt zu einem hohen Druck auf den Markt. Die Antworten der Vermieter selbst sind sehr verschieden. Avis gab im Januar 2013 die Akquise von Zipcar, dem weltweit größten klassischen Car Sharing Anbieter bekannt. Die strategischen Ziele waren einerseits die Nutzung von Prozesssynergien, Erhöhung der Auslastung durch Nutzung der Fahrzeuge in beiden Geschäftsmodellen sowie gemeinsame Nutzung des Stationsnetzwerkes.

Europcar gründete ein Joint Venture mit Daimler, um ein Free Floating Car Sharing Unternehmen im europäischen Markt zu etablieren. Ziel ist hier, die technische Expertise der Hersteller mit dem Knowhow des Vermietgeschäfts zu ergänzen.

Sixt ging einen ähnlichen Weg. Durch das Joint Venture drivenow mit BMW sowie eine Partnerschaft mit PSA für ein Firmenprodukt ShareYourFleet wurden herstellerspezifische Produkte geschaffen, die aktiv am Markt vertrieben werden. Enterprise, der weltweit größte Autovermieter, versucht neben verschiedenen kleineren lokalen Zukäufen im Carsharing Segment organisch zu wachsen und eine eigene Produktwelt aufzubauen.

Zusammengefasst stehen die Autovermieter vor großen Herausforderungen, wie ihre Produktpalette in Zukunft am Markt bestehen kann. Vertriebswege, Netzwerk und Fahrzeugpalette werden sich ändern müssen, um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden und zukünftig eine zentrale Rolle bei der automobilen Mobilität zu spielen.

Viele Fragen des Produktes können hier ob der Weite des Themas nicht abschließend behandelt werden beziehungsweise ihre Lösung ist noch nicht absehbar. Hierzu zählen insbesondere die Einflüsse völlig unabhängiger Produktkonzepte, Unterschiede des ländlichen und urbanen Raumes, die Einflüsse autonomer Fahrzeuge und die wichtige Trennung zwischen Privat- und Geschäftskunden. Zum heutigen Zeitpunkt halten alle Anbieter an den gewählten Strategien fest, die Zukunft wird zeigen, welcher Weg hier eingeschlagen wird.

Ausgeschnitten aus: http://www.zukunft-mobilitaet.net/106203/analyse/zukunft-autovermietung-europcar-car2go-fleetmanagement-freefloat/

RentOffice Online Reservierung: Zahlungen Vorkasse – Prepaid

 
 


 
 

In der Online Reservierung können Sie als Zahlungsart Vorkasse – Zahlung per KK einstellen, die KK Daten werden direkt in der Reservierung eingetragen.


Die Telecashanbindung funktioniert über ein virtuelles Terminal.

Das Virtuelle Terminal wird von Telecash zur Verfügung gestellt und kann über eine Webseite oder bestimmte Schnittstellen angesprochen werden.

Das Virtuelle Terminal kann so z.B. in einem normalen Browser aufgerufen werden, um z.B. eine Umsatzübersicht zu erhalten.

Dies ermöglicht nicht nur die Aufnahme einer Kreditkartenzahlung ohne ein Gerät, wie es bei Atrema Hybrid System nötig ist, 
sondern auch die Nutzung in der Onlinereservierung.

Die Anbindung an RentOffice funktioniert mit Hilfe einer separaten eCash Kasse.
Danach werden eingegebene Kreditkartendaten an Telecash gesendet und eine Ident, welche von Telecash vergeben wird, im RentOffice gespeichert.
So können die Kreditkarte eines Kunden von allen Stationen genutzt werden.

Die Aufnahme einer Kreditkartenzahlung im RentOffice finden Sie in Zahlungen / Kasse Telecash

 
 

Mit der Kreditkarte können verschiedene Formen von Zahlungen aufgenommen werden.

Kreditkartenzahlung:

Die Zahlung verringert den offenen Betrag des Vorgangs.

Kreditkartenrückzahlung:

Die Zahlung erhöht den offenen Betrag des Vorgangs.

Kreditkarten Gutschrift:

Es wird eine Gutschrift auf den Vorgang erstellt.

Kreditkartenstorno:

Zur Zeit noch nicht möglich

 
Kreditkarten Erstreservierung:

Die Erstreservierung erstellt eine Kaution auf den Vorgang. Das Geld wird „Reserviert“ und kann vom Kunden nicht ausgegeben werden. 
Die Erstreservierung ist nur einmal möglich.

Kreditkartenreservierung Erweiterung:

momentan noch nicht verfügbar

Buchung auf Kreditkartenreservierung:

Es wird ein Betrag von dem Erstreservierungsbetrag abgezogen und der offene Betrag verringert sich.
Eine weitere Buchung auf die Reservierung ist dann nicht mehr möglich.

RentOffice Webportal für Cloud Kunden – aktueller Stand

RentOffice Webportal für Cloud Kunden Auswertung – Online Reservierung


Anzahl der Verträge, Umsatz und Umsatz pro Tag können für die letzten 12 Monate, letzten 3 Monate, letzter Monat oder letzte Woche erstellt werden.